IG Metall Warnstreik-Aktion in Heilbronn (Foto: SWR)

Forderung: Acht Prozent mehr Lohn

Rund 600 Metaller bei IG Metall-Kundgebung in Heilbronn

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AUTOR/IN
Peter Wedig

Die IG Metall Heilbronn-Neckarsulm hat heute in 15 Betrieben zum Warnstreik aufgerufen. In Heilbronn gab es eine Kundgebung, zu der laut Gewerkschaft rund 600 Metaller kamen.

Die Streikkundgebung fand am Telefunkenpark in Heilbronn statt. Die Resonanz bezeichnete der erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm, Michael Unser, als "sehr gut".

"Man merkt, dass die Stimmung aufgeheizt ist. Die Arbeitgeber sollen uns ein vernünftiges Angebot machen."

Jeder Beschäftigte spüre, so Unser, dass man "mehr Geld im Geldbeutel" brauche. Das sei auch die Erwartung der Kolleginnen und Kollegen. Das Angebot der Arbeitgeber sei "ein schlechter Witz": 3.000 Euro über 30 Monate, das würde ja "nicht mal zum Tanken reichen".

IG Metall Kundgebung Heilbronn (Foto: SWR)

Die Teilnehmer kamen unter anderem aus den Firmen AIM, thyssenkrupp, Weber Hydraulik, Läpple und Bosch. Einigen geht die Forderung nach acht Prozent dabei nicht weit genug, da man befürchtet, nach den Verhandlungen bleibe weniger übrig. Auch sei die Zahl bereits im Sommer beschlossen worden, mittlerweile sei die Situation durch die Inflation allerdings eine andere.

Durch die Lohnerhöhung würde ja auch die Kaufkraft der Angestellten steigen, insofern wäre diese auch im Interesse der Unternehmen selbst, heißt es auf der Kundgebung.

Weitere Verhandlungen

Die Metaller wollen den Druck auf die Arbeitgeber durch diverse Aktionen erhöhen. Die IG Metall fordert für die rund eine Million Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg 8 Prozent mehr Lohn, teilt die Gewerkschaft mit. Weitere Warnstreiks sind bereits geplant, unter anderem bei Audi und auf dem Marktplatz in Neckarsulm (Kreis Heilbronn).

Da eine Einigung mit den Arbeitgebern noch nicht in Aussicht ist, wird am 8. November Woche in Böblingen weiter verhandelt, eine weitere Runde ist für den 17. November angesetzt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, mache man sich bei der IG Metall auf eine "weitere Eskalationsstufen" gefasst.

"Wir haben keine Scheu, in eine Auseinandersetzung zu gehen."

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