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Noch vor vier Wochen hatte Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) eine Corona-Inzidenz von über 1.200. Mittlerweile wird dort wieder über die Öffnung der Kitas nachgedacht. Doch die Besorgung der Tests dafür wird zur Herausforderung.

Vor rund vier Wochen musste die Schrozberger Bürgermeisterin Jacqueline Förderer (parteilos) viele Interviews geben. Der damalige Corona-Hotspot Schrozberg zog mit der Inzidenz von über 1.200 auch die überregionale Presse an. Jetzt ist es ruhiger in der Stadt mit rund 6.000 Einwohnern, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun deutlich niedriger.

Corona-Testkits für Kinder: Preise steigen wegen hoher Nachfrage

Das weckt Hoffnungen bei der Bürgermeisterin Jacqueline Förderer. "Wir haben zwar immer noch zwei bis drei Neuinfektionen am Tag, aber ich bin guter Dinge, dass wir das auch noch weiter nach unten bekommen", so die parteilose Bürgermeisterin.

Um bei einer Öffnung die Sicherheit in den Kitas zu gewährleisten, würde sie sogar eine Testpflicht befürworten. Das Problem: Die Stadt hat Schwierigkeiten, Testkits für Kinder zu bekommen, die Lieferungen stehen aus. Die Preise explodierten wegen der hohen Nachfrage auf dem Markt geradezu. Über einen Zusammenschluss mehrerer Kommunen erhoffe man sich, durch größere Bestellmengen einfacher an die Tests für Kinder heranzukommen.  

Corona-Ausbruch im Kindergarten sorgte für hohe Inzidenz

Grund für den Ausbruch vor rund vier Wochen war ein Infektionsherd in einem Kindergarten. Unbemerkt steckten sich die meist symptomlosen Kinder an und trugen das Coronavirus zum Personal und den eigenen Eltern. "Es sind die Familien alle unter Quarantäne gesetzt worden", erklärt Förderer. "Und nachdem dann nach und nach auch die Geschwister und Eltern überwiegend mitinfiziert waren, wurden die Quarantänen dann eben auch verlängert, bis alle wieder gesund waren."

Für die Eindämmung sei entscheidend gewesen, dass viele Infizierte Angaben zu Kontaktpersonen machen konnten. So habe das Gesundheitsamt viele Ketten nachverfolgen können.

Sinkende Corona-Zahlen im gesamten Landkreis Schwäbisch Hall

Auch landkreisweit sinken die Inzidenzzahlen, sodass das Landratsamt über Lockerungen nachdenkt. "Wir haben nach wie vor ein diffuses Infektionsgeschehen", sagte der Sprecher des Landratsamts, Steffen Baumgartner, dem SWR. "Wir müssen einfach abhängig von der Lageentwicklung relativ zeitnah entscheiden. Wir sind voller Hoffnung, und wenn die Inzidenzzahlen weiter so zurückgehen wie bisher, dann wird diese Hoffnung auch berechtigt sein."

Kitas könnten dann ab dem 19. April wieder öffnen. Ein wichtiger Baustein dabei sind Schnelltests. Baumgartner sagte, man habe zusätzliche Testkits bestellt, um die verantwortlichen Kommunen zu unterstützen. Wie schnell die Tests allerdings zum Einsatz kommen, hängt auch hier von der Lieferung und auch weiterhin von den Infektionszahlen ab. Wie und ab wann die Kitas in Schrozberg und im gesamten Landkreis wieder öffnen können, dazu könnte das Landratsamt am Mittwoch die Entscheidung fällen.

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