Senfsamen liegen in einem großen Haufen in einer Lagerhalle (Foto: SWR, Simon Bendel)

Regionalität macht sie unabhängig vom Weltmarkt

Mit guter Kräuterernte trotzen Hohenloher Biobauern der Senf-Krise

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Die Biolandwirte in Hohenlohe haben jetzt ihre Kräuterernte abgeschlossen. Sie sei zufriedenstellend und die Qualität sei gut, heißt es in einer ersten Bilanz.

Seit dem Jahr 2005 lässt die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall unter anderem Koriander und Senf anbauen. Damit wolle sie unabhängig vom Weltmarkt sein, sagte ihr Gründer Rudolf Bühler. Eine Strategie, die jetzt aufgeht.

Von der internationalen Senf-Krise unberührt

Missernten in Kanada und Frankreich und der Ukraine-Krieg machen Senf zu einem raren Gut. So sind in französischen Supermärkten die Senf-Regale teilweise wie leer gefegt. Vor allem Dijon-Senf ist Mangelware. Die Ecoland-Gewürzmanufaktur in Wolpertshausen, die zur Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft gehört, kann dagegen weiter produzieren.

In der Gewürzmanufaktur in Wolpertshausen (Foto: SWR, Simon Bendel)
Simon Bendel

Bauern bekommen vier Euro statt 80 Cent

Am Anfang stand für Rudolf Bühler der Wunsch, die schwäbisch-hällische Wurst ausschließlich mit eigenen Kräutern zu würzen.

"Wir haben in bäuerlichen Gärten, in Gärten von Landfrauen alte Gewürzpflanzen herausgenommen. Und dann großflächig angebaut. Und das sind inzwischen weit über 100 Hektar."

Für die Bauern rechne sich das Projekt, so der Gründer der Erzeugergemeinschaft weiter. Vor der Krise habe der Kilopreis für Senf aus der Ukraine bei rund 80 Cent gelegen. Die Hohenloher Landwirte erhalten dagegen derzeit rund vier Euro.

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