Marktplatz Heilbronn. (Foto: SWR)

Weitere Details zu Täter bekannt

Heilbronner begrüßen schnelles Urteil gegen Silvesterrandalierer

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Das zügige Urteil gegen den Silvesterrandalierer von Heilbronn wird von Bürgern positiv aufgenommen. Auch Oberbürgermeister Mergel ist zufrieden.

"Silvesterradau - im neuen Jahr Bau" - mit dieser markigen Aussage hatte Innenminister Thomas Strobl (CDU) das schnelle Urteil und die Haftstrafe gegen einen 30 Jahre alten Mann kommentiert. Der Täter muss für neun Monate ins Gefängnis, er stand wegen Vorstrafen unter Bewährung.

Bei der Heilbronner Bevölkerung wird das zügige Urteil in einer nicht repräsentativen Umfrage begrüßt. "Ich bin damit sehr einverstanden", meint etwa Chris Gestrich. Wer eine Straftat begehe, solle auch dafür büßen.

"Ich denke, das hat eine abschreckende Wirkung auf Nachfolgetäter."

Eine Frau, die ihren Namen nicht nennen will, sieht das Urteil ebenfalls sehr positiv. "So muss es eigentlich laufen", so die Heilbronnerin. In diesem Fall sei klar gewesen, was der 30-Jährige getan habe. Und dann sei ein schnelles Urteil "perfekt."

Auch Oberbürgermeister Mergel mit lobenden Worten

Diese Tat und auch der versuchte Totschlag von vergangenem Mittwoch haben Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) schockiert, sagte er dem SWR. Zwar sei Heilbronn laut Statistik der sicherste Stadtkreis Baden-Württembergs, er wisse aber, das die Menschen das teilweise anders empfinden. Deswegen begrüßt er es außerordentlich, dass Staatsanwaltschaft und Polizei schnell reagiert hätten und so der Silvestertäter schnell verurteilt wurde. Das halte viele dann möglicherweise von einer Tat ab.

Mehr Details zu Täter

Immer mehr Einzelheiten sind inzwischen zu dem Vorfall bekannt geworden: Der Mann hat bereits sechs Vorstrafen. An Silvester soll er auf dem Heilbronner Marktplatz Feuerwerksraketen in Richtung einer Gruppe mit Kindern abgefeuert haben. Nach den eingreifenden Polizisten habe er getreten und versucht, ihnen eine Kopfnuss zu verpassen.

Innenminister Thomas Strobl (CDU), selbst Heilbronner, hatte am Sonntag mitgeteilt: "Wir reden nicht, wir handeln, Baden-Württemberg ist nicht Berlin." Zuvor war der Innenminister in die Kritik geraten, weil er an Neujahr von einer ganz normalen Silvesternacht gesprochen hatte, obwohl Einsatzkräfte auch in Baden-Württemberg attackiert worden waren.

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