Atombomber Nein Danke AufkleberLogo (Foto: Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) / ICAN Deutschland e.V.)

Offener Brief an Bundesregierung und Bundestag

Heilbronner Friedensrat: Kontra neue Atomwaffen in Deutschland

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In einer Pressekonferenz plädierte der Heilbronner Friedensrat am Donnerstag gegen neue Atombomber und Atombomben in Deutschland.

Eine Initiative von Friedensgruppen der drei ehemaligen Standorte der Pershing II-Raketen, Heilbronn, Mutlangen (Ostalbkreis) und Neu-Ulm lehnt die Stationierung von neuen Atombombern und Atombomben in Deutschland ab.

Offener Brief an Bundesregierung und Bundestag

In einem offenen Brief an die Bundesregierung und den Bundestag heißt es unter anderem:

"Eine solche Zielplanung und aktive Mithilfe bei Massenvernichtung entspricht nicht dem ethischen und moralischen Standard Deutschlands."

Wolf Theilacker vom Heilbronner Friedensrat befürchtet, dass die Bundesregierung diese Atomwaffen durchwinke - und nicht nur das: auch, dass neue Atombomber beschafft werden.

Forderung: Keine Atombomben in Deutschland

Theilacker fordert zusammen mit rund 150 weiteren Gruppen in Deutschland angesichts der möglichen Stationierung von US-Kampfflugzeugen der neuesten Generation:

"Wir fordern den Bundestag auf, dass er den Atombombern nicht zustimmt."

Außerdem, so Theilacker, müsse die Politik in einen aufrichtigen Dialog mit der Bevölkerung über alle Aspekte des Einsatzes von Atomwaffen treten.

Bis 1980er-Jahre: Raketen in Heilbronn

Die Pershing II-Raketen mit Atomsprengköpfen waren bis in die 1980er-Jahre auch auf dem Heilbronner Stützpunkt Waldheide stationiert, wo beim Brand einer Rakete drei US-Soldaten starben.

Jahrelang hatten die Heilbronner die Bedrohung direkt vor der eigenen Haustür.

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SWR