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Die Stadt Heilbronn wird die Corona-Impfungen möglicherweise wieder einschränken. Die angekündigten Impfstofflieferungen gäben wenig Anlass für Optimismus, so die Stadtverwaltung.

Das Impfzentrum in Heilbronn-Horkheim könne in den kommenden Wochen womöglich nicht einmal die Hälfte seiner Kapazität ausschöpfen. Bei den Hausärzten sehe es nicht viel besser aus. Sollte das Land für Mai nicht doch noch weitere Impfdosen zusagen, rechnet die Heilbronner Sozialbürgermeisterin Agnes Christner erst im Juni mit einer Verbesserung.

"Wenn es bei den angekündigten Liefermengen bleibt, die uns das Land mitgeteilt hat, müssen wir unsere Kapazität sehr deutlich zurückfahren."

Vergleichsweise niedrige Impfquote in Heilbronn

Das Sozialministerium hat erstmals herausgegeben, wieviel Prozent der Bevölkerung in den einzelnen Städten und Kreisen geimpft sind.

Der Main-Tauber-Kreis hat mit 24 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, die mindestens die erste Impfung bekommen haben, einen der besten Wert im Land. Der Hohenlohekreis, der Landkreis Heilbronn und der Landkreis Schwäbisch Hall kommen bei den Erstgeimpften immerhin noch auf eine Quote um die 20 Prozent. Abgehängt ist hingegen die Stadt Heilbronn mit einer Erst-Impfquote von gerade einmal knapp über 16 Prozent.

Grund dafür könnte zum Beispiel sein, dass Städte generell weniger Geimpfte haben, weil die Bevölkerung im Vergleich zum Land eher jung und deshalb noch gar nicht impfberechtigt ist. Das würde erklären, warum Städte wie Stuttgart, Tübingen oder Mannheim ebenfalls relativ niedrige Impfquoten haben, nicht aber, warum es in Freiburg und Ulm zwei der besten Werte im Land gibt.

Anderer Erklärungsansatz: Heilbronn habe von Anfang an sehr viele Leute aus dem Umland geimpft, die jetzt natürlich in der Statistik ihrer Landkreise auftauchen, der Stadt also - wenn man alleine auf die Statistik schaut - nichts bringen, erklärt Agnes Christner.

Impfallianz soll Heilbronner Impfkampagne voranbringen

Die Stadt will in Zukunft noch stärker für das Impfen werben. Dafür wurde die sogenannte Impfallianz ausgerufen: Impfzentren, Hausärzte und Betriebe sollen mithelfen, möglichst schnell, möglichst viele Menschen zu impfen.

Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) bietet den Betrieben auch an, die Infrastruktur des Kreisimpfzentrums in Heilbronn für die Impfung ihrer Beschäftigten zu nutzen. In Heilbronn liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 200 (Stand 5. Mai).

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