Schlange vor dem Impfbus an der Harmonie in Heilbronn (Foto: SWR)

Wohl keine Wiederbelebung der großen Zentren in der Region

Heilbronn: Impfkapazität fast wieder so hoch wie mit Kreisimpfzentrum

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Am Donnerstag öffnet die Stadt Heilbronn einen neuen Impfpunkt. Die Impfkapazität soll dann wieder so hoch sein wie zu Zeiten der Impfzentren. Die kommen aber wohl nicht zurück.

Lange Schlangen vor dem Impfbus der Stadt Heilbronn - das ist in diesen Tagen keine Seltenheit. Die Impfbereitschaft wächst wieder. Das beobachtet auch die Stadt.

Am kommenden Donnerstag öffnet deshalb der neue "Impfpunkt" in der Kaiserstraße. Eine Art Mini-Impfzentrum, das sich vor allem an Menschen wendet, die sich "boostern" lassen wollen. Denn mittlerweile machen Boosterimpfungen rund ein Drittel aller Impfungen aus. Das zeigt eine erste Auswertung der Zahlen des Impfbusses der Stadt Heilbronn.

Wenn der geplante Impfpunkt am kommenden Donnerstag zusätzlich zum Impfbus eröffne, erreiche man laut einer Sprecherin der Stadt Heilbronn fast wieder die Kapazität des geschlossenen Kreisimpfzentrums - gut 1.000 Impfungen am Tag.

Land hat Spahn-Plänen Absage erteilt

Impfpunkte wie der in Heilbronn sind Teil der Impfoffensive des Landes. Den Plänen des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), die ehemaligen Kreisimpfzentren wieder zu öffnen, hat das Land zwar eine Absage erteilt.

Es setzt aber auf viele kleinere "Impfstützpunkte" sowie auf mobile Impfteams. Das Konzept werde angenommen, sagte ein Specher des Sozialministeriums dem SWR.

"Wir haben die Zahl der mobilen Impfteams massiv aufgestockt. Kommunen, die möchten, können gerne Stützpunkte eröffnen, die wir dann bei Bedarf auch mit den mobilen Impfteams ansteuern."

Alte Impfzentren können nicht so einfach wiederbelebt werden

Doch geeigneten Raum zu finden, ist nicht immer einfach. Die alten Impfzentren können nicht einfach so wiederbelebt werden.

Vom Anfang Oktober in Bad Mergentheim geschlossenen Impfzentrum sei sei praktisch nichts mehr vorhanden, sagt beispielsweise Markus Moll, Sprecher des Main-Tauber-Kreises.

„Die technische Ausstattung ist nicht mehr da. Auch kein Personal, die Verträge sind alle zu Ende, die ganze Organisation existiert nicht mehr. Um dieses Imfpzentrum wieder aufzubauen, müsste man also komplett von vorne anfangen.“

Stattdessen setzt auch der Main-Tauber-Kreis auf Impfpunkte. Sie sollen demnächst in Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim entstehen. Ziel sei ein Impfangebot an sieben Tagen in der Woche.

Auch Schwäbisch Hall offen für Impfpunkte

Auch der Landkreis Schwäbisch Hall zeigt sich offen für neue Impfstandorte. Der Kreis werde alles dafür tun, dass die zuletzt schleppend laufende Impfkampagne wieder Fahrt aufnimmt, sagte ein Sprecher.

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