STAND

Trotz der geltenden Ausgangsbeschränkung hält die Stadt Heilbronn weiter an einer Christbaumsammlung durch Vereine fest. Im Landkreis Heilbronn ist eine derartige Aktion verboten.

Die Bürger müssten eine Gelegenheit bekommen, ihre Weihnachtsbäume abzugeben, sagte eine Sprecherin der Heilbronner Stadtverwaltung.

Beim Landessozialministerium in Stuttgart sah man das anfangs anders: Christbaumsammlungen wie sonst sind verboten, heißt es dort. Das Verbot dreht sich um die Ausgangsbeschränkungen. Dadurch sollen Kontakte vermieden werden. Die Corona-Verordnung sehe für Christbaumsammlungen keinen expliziten Erlaubnistatbestand, beziehungsweise keinen triftigen Grund, trotz der geltenden Ausgangsbeschränkung die Wohnung zu verlassen. Das teilte das Ministerium auf SWR-Anfrage schriftlich mit.

Keine Häckselplätze im Stadtgebiet

In Heilbronn sei es sehr wohl ein triftiger Grund, widersprach die Sprecherin der Stadtverwaltung. Denn anders als etwa im Landkreis Heilbronn gebe es im Stadtgebiet keine Häckselplätze, wo die Bürger ihre Bäume hinbringen könnten. Der Landkreis Heilbronn fordert seine Einwohner dazu auf. Die Stadt habe dem Ministerium mitgeteilt, dass sie eine Sammlung beabsichtige - allerdings mit Kompromissen: Demnach soll es zwar noch Vereinssammlungen geben, aber nur noch eingeschränkt in einigen Stadtteilen. In anderen hat die Kommune Entsorgungsfirmen beauftragt und auch die Abholtermine gesplittet.

Mittlerweile hat auch das Sozialministerium der Stadt Heilbronn geantwortet. Demnach könne die Stadt ihre geplante Christbaumsammlung durch Vereine voraussichtlich durchführen. Aus wichtigem Grund könne es Abweichungen von den Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes geben, hat das Sozialministerium auf Anfrage mitgeteilt. Damit wäre die Christbaumsammlung im Heilbronner Stadtgebiet ein triftiger Grund für solch eine Abweichung.

Wegen Corona: Keine traditionellen Sammlungen im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis weist die Abfallwirtschaft darauf hin, dass die Bäume bei der Bioabfall-Tour eingesammelt werden. Zwischen dem 11. und dem 22. können Bewohner ihre Christbäume zur Biotonne stellen. Ein bei der üblichen Tour zusätzlich eingesetztes Fahrzeug werde die Bäume dann mitnehmen.

Auch hier gibt es wegen der Corona-Pandemie keine traditionelle Sammlung durch Organisationen am Samstag nach dem Dreikönigstag. Aktuell stünden über 20.000 Christbäume in den Haushalten im Landkreis - da wolle man unkompliziert helfen, so Betriebsleiterin Silvia Fritsch in einer Mitteilung. Die Bäume könnten aber auch zu den Grüngutplätzen gebracht werden.

Sammelstellen für ausgediente Christbäume

Andere Städte haben Sammelstellen eingerichtet, wo die Abfallwirtschaft die Bäume abholen soll. Auch Schwäbisch Hall hat sich für solch eine Lösung entschieden: "Die Stadtbetriebe Schwäbisch Hall richten in diesem Jahr in der Stadt und in den Ortsteilen zahlreiche Sammelplätze für Weihnachtsbäume ein", heißt es in einer Mitteilung. Dort würden die vollständig abgeschmückten Bäume kostenlos abgeholt und später gehäckselt und zum Mulchen verwendet.

Heilbronn

Unterschiedliche Regelungen im Stadt- und Landkreis Christbäume werden in Heilbronn von Vereinen eingesammelt

Ausgediente Christbäume dürfen diesmal im Landkreis Heilbronn nicht durch Vereine oder Jugendgruppen an der Haustür abgeholt werden. In der Stadt Heilbronn sind Christbaum-Sammel-Aktionen hingegen erlaubt.  mehr...

STAND
AUTOR/IN