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Die Handwerksbetriebe blicken zuversichtlich auf die Geschäftslage im Sommer. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken hervor.

Mit den Lockerungen in den letzten Wochen hat sich die Stimmung in vielen Handwerksbetrieben der Region verbessert. Trotz Materialengpässen überwiege derzeit eine "sommerliche Zuversicht", so das Fazit. Dies zeige sich auch in der Bereitschaft der Betriebe, trotz Unsicherheiten weiter zu investieren und mehr Mitarbeiter einzustellen, so Kammerpräsident Ulrich Bopp.

Preiserhöhungen im Einkauf machen Sorgen

Materialmangel und Preiserhöhungen im Einkauf machten vor allem im Baugewerbe sowie bei den Handwerken des gewerblichen Bedarfs Sorgen. Viele Handwerker können diese Mehrkosten nicht in gleichem Maße in die Verkaufspreise umsetzen, heißt es.

Zum anderen muss so mancher Handwerksbetrieb seine Mitarbeiter bei vollen Auftragsbüchern teilweise in Kurzarbeit schicken, da durch Materialmangel oder lange Lieferzeiten einzelne Gewerke nicht rechtzeitig fertig werden.

Geschäfte liefen bei den meisten Handwerkern gut

Für 67,7 Prozent der befragten Betriebe liefen die Geschäfte im zweiten Quartal 2021 gut (Vorjahr: 46,7 Prozent). Mehr als ein Fünftel war zufrieden (Vorjahr: 29,7 Prozent). Nur noch jeder zehnte Handwerker klagte über schlechte Geschäfte. Auch für die nächsten Wochen erwarten die wenigsten Befragten eine Verschlechterung ihrer Lage. Die Mehrheit rechnet mit einem gleich bleibenden Niveau, mehr als ein Drittel sogar mit einer Verbesserung.

Die Auftragslage hat sich bei vielen Handwerkern verbessert. Von den Befragten berichteten 38 Prozent von gestiegenen und nur 13 Prozent von gesunkenen Auftragseingängen. Auch für die kommenden Wochen erwartet jeder dritte Befragte mehr Aufträge und nur jeder zehnte weniger.

Nur fünf Prozent der Betriebe rechnen mit weniger Beschäftigten

In den letzten Wochen erholten sich auch die Umsätze vieler Betriebe. Bei fast der Hälfte der Befragten sind die Umsätze gestiegen. Nur jeder achte klagte über gesunkene Umsätze. Für die nächsten Wochen rechnet jeder dritte Betrieb mit einem Umsatzplus. Lediglich 4,2 Prozent befürchten ein Umsatzminus.

Laut Konjukturumfrage haben in den letzten Wochen knapp acht Prozent der Betriebe mehr Mitarbeiter beschäftigt, während sich bei 5,5 Prozent die Belegschaft verkleinerte. Auch für die Zukunft planen 14,5 Prozent der Befragten mehr Personal ein. Gut fünf Prozent rechnen mit weniger Beschäftigten.

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