Wohl kein politischer Hintergrund

Über 300 Waffen in Niederstetten gehortet: Jäger zu Haftstrafe verurteilt

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Das Amtsgericht Bad Mergentheim hat einen Jäger wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Mann hatte über 300 Waffen gebunkert.

Zu drei Jahren Gefängnis verurteilte das Gericht den Mann aus Niederstetten-Wildentierbach (Main-Tauber-Kreis) am Mittwoch. Wie sich herausstellte, hatte er wohl wegen privater Rückschläge im Leben schon in den 90er-Jahren angefangen, Waffen zu sammeln. Der Mann flog laut Gericht im vergangenen Jahr auf, weil wegen einer illegal eingeführten Waffe gegen ihn ermittelt wurde. Bei der Hausdurchsuchung wurde das riesige Waffenarsenal des damals 69-Jährigen entdeckt: 322 Stück und rund 8.000 Schuss Munition.

Ermittler staunen über große Waffensammlung

Die Sicherstellung der Waffen dauerte mehrere Stunden und brachte damals wohl auch die Ermittler zum Staunen, wie Werner Führinger vom Zollfahndungsamt Stuttgart sagte: "Ich mache die Waffenermittlungen schon seit 30 Jahren. Und in so einem Umfang muss ich sagen, habe ich das noch nicht erlebt."

"Wir waren schwer erstaunt, was sich da präsentiert hat."

Unter den gefundenen Waffen waren Kriegswaffen, eine große Anzahl an Zivilwaffen und Handfeuerwaffen. Sie waren teils gut im Haus des Jägers versteckt, beispielsweise in präparierten Büchern - teils sogar in einem schwer zugänglichen Geheimraum.

Laut Staatsanwaltschaft habe der verurteilte Waffensammler ohne politischen Hintergrund gehandelt.

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SWR