Am Stand vom Obstbau Böhringer (Foto: SWR, Ulrike Schirmer)

Nur die Kartoffeln brauchen besonderen Schutz

Gute Stimmung auf dem Heilbronner Wochenmarkt trotz Kälte

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Ulrike Schirmer
Ulrike Schirmer (Foto: SWR)

Seit dem Wochenende sind die Temperaturen deutlich gesunken. Schnee und Glatteis sind an der Tagesordnung - doch trotz Kälte ist die Stimmung auf dem Heilbronner Wochenmarkt gut.

Auch auf dem Heilbronner Wochenmarkt sind die eisigen Temperaturen Gesprächsthema. Doch auch wenn es frostig ist - dick eingemummelt mit Schal und Handschuhen werden hier die Kundinnen und Kunden gerne bedient, die trotz der Kälte auf den Markt in der Rathausgasse kommen. "Ich bin Stammkundin und komme immer vor der Arbeit - auch im Winter", sagt Iris Wagner aus Heilbronn.

Die Beschickerinnen und Beschicker sind ohnehin kälteerfahren, wie sie in folgender Umfrage berichten. Frieren muss also niemand:

"Zwiebel-Look" und Fußbodenheizung

Seit Jahren kommt Jutta Böhringer vom Obstbau Böhringer aus Pfedelbach (Hohenlohekreis) auf den Heilbronner Wochenmarkt. Im Gepäck hat sie jede Menge Äpfel, Birnen, Karotten und auch Kartoffeln. Und auf die muss sie besonders aufpassen.

Die Kartoffeln müssen wir mit Folie frostfrei halten. Und wir stellen Heizstrahler auf.

Und darüber freuen sich dann vor allem auch die Verkäuferinnen und Verkäufer am Stand. Einen Heizstrahler hat auch Daniela Buyer vom Korn-Hof in Brackenheim-Botenheim (Kreis Heilbronn). Doch sie ist noch kälteerprobter - ihr Heizstrahler ist noch aus. Stattdessen wird sie in ihrem Eier-Wagen per Fußbodenheizung gewärmt.

Daniele Buyer vom Korn-Hof aus Brackenheim-Botenheim an ihrem Stand auf dem Heilbronner Wochenmarkt (Foto: SWR, Ulrike Schirmer)
Daniele Buyer vom Korn-Hof aus Brackenheim-Botenheim zieht sich im "Zwiebel-Look" an.

So gut hat es Ulrich Fritz aus Ilsfeld (Kreis Heilbronn) an seinem Obst- und Gemüsestand zwar nicht, dennoch sagt er: "Wir sind fast schon kälteresistent. Der Samstag war eklig, aber auch den haben wir gemeistert."

"Am schlimmsten sind die Hände"

Denn wenn es kalt und nass wird, dann muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen - und vor allem die Hände schützen, weiß Verkäuferin Ursula Mayer vom Obstbau Alt. Sie trägt deshalb schon seit Jahren selbst gestrickte Stulpen und fingerfreie Handschuhe, damit "ich das Geld besser zählen und überall gut hinlangen kann", sagt sie.

Wochenmarkt Heilbronn (Foto: SWR, Ulrike Schirmer)
Selbst gestrickt und fingerfrei - praktische Handschuhe, wenn es richtig kalt ist auf dem Wochenmarkt.

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