Schlagbaum am neuen "alten" Grenzhäuschen zwischen Widdern und Möckmühl (Foto: SWR)

Zum 70-jährigen Landesjubiläum

Grenzhäuschen bei Widdern ist wieder da

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Auf der alten badisch-württembergischen Grenze bei Widdern und Möckmühl (Kreis Heilbronn) steht wieder ein Grenzhäuschen. Es soll die Landesgeschichte erlebbar machen.

Unscheinbar und versteckt im Wald stehen die meisten der alten Grenzsteine des ehemaligen Königreichs Württemberg und des Großherzogtums Baden. Zum 70-jährigen Landesjubiläum von Baden-Württemberg soll die alte Grenze aber wieder besser zu erkennen sein. Bei Widdern und Möckmühl steht wieder ein Grenzhäuschen. Auf der einen Seite mit dem Wappen des Großherzogtums Baden, auf der anderen dem des Königreiches Württemberg. Der Möckmühler Forstunternehmer Markus Dörr hat es gebaut. Nicht originalgetreu, aber originell.

"Wir haben da jetzt nicht irgendwas nachgebaut. Das haben wir frei entworfen."

Grenzstein badisch-württembergische Grenze (Foto: SWR)
Bislang erinnerten nur Grenzsteine an die badisch-württembergische Grenze zwischen Widdern und Unterkessach. Bild in Detailansicht öffnen
Nun gibt es wieder ein Grenzhäusschen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Idee dazu hatten Förster Dieter Bachhofner (links) und Markus Dörr (rechts). Bild in Detailansicht öffnen
Sogar einen Schlagbaum gibt es. Trotzdem hat die Grenze natürlich nur symbolischen Charakter - das Grenzhäusschen soll zum 70-jährigen Jubiläum Baden-Württembergs an die Landesgeschichte erinnern. Bild in Detailansicht öffnen

Landesgeschichte zum Anfassen

Innen hängt eine Hinweistafel mit einem Text zur Geschichte. Direkt vor der Hütte steht ein Schlagbaum, auf jeder Seite in der Originallackierung mit den Farben von Baden beziehungsweise Württemberg. Die Idee zur Grenzhütte hatte Förster Dieter Bachhofner. Landesgeschichte zum Anfassen, das ist sein Ziel.

"Ich finde das gut und passend, weil es ein Stück baden-württembergische Geschichte ist."

Grenze bleibt natürlich offen

Wolfgang Nesper ist ehemaliger Waldarbeiter und kann sich noch gut an die Trennung erinnern. Die Landwirte, die im Winter als Waldarbeiter gearbeitet haben, hätten das streng getrennt gemacht - die aus Widdern auf der einen und die aus Unterkessach auf der anderen Seite, erzählt er.

Diese Zeiten werden durch das neue Grenzhäuschen aber natürlich nicht zurückkommen: Die alte "neue" Grenze bleibt selbstverständlich offen.

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