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Die Abbauarbeiten von Block I im GKN Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) machen sichtbare Fortschritte. Am Donnerstag wurde ein 440 Tonnen schweres Ständerteil eines Generators abgebaut und über den Neckar abtransportiert.

Das neun Meter lange Teil hat einen Durchmesser von etwa fünf Metern und stammt aus dem Maschinenhaus des Kraftwerks. Das teilte die Betreiberin Energie Baden-Württemberg (EnBW) mit. Ebenfalls abtransportiert wurde auch ein Teil des Generatorhauses, das nochmal 116 Tonnen wiegt. Beide Teile wurden dafür per Kran auf ein Spezialfahrzeug gehoben, über eine Rampe auf ein Spezialschiff gefahren und sollen jetzt wiederverwertet werden.

Ein 440 Tonnen schweres Ständerteil eines Generators wurde abgebaut und über den Neckar abtransportiert (Foto: Pressestelle, EnBW Energie Baden-Württemberg)
Ein 440 Tonnen schweres Ständerteil eines Generators wurde abgebaut und über den Neckar abtransportiert Pressestelle EnBW Energie Baden-Württemberg

Das Maschinenhaus von Block I gehört zum nicht-nuklearen Teil des Kraftwerks. Dort haben bis zur Stilllegung vor neun Jahren zwei Generatoren die Energie der Turbinen in elektrische Energie für das öffentliche Netz umgewandelt. Seit 2017 läuft der Rückbau, der laut Betreiberfirma EnBW zehn bis 15 Jahre dauern wird. Der zweite Block in Neckarwestheim soll bis zum Jahr 2022 stillgelegt werden. 

Bearbeitungszentrum für radioaktive Teile

Für den Rückbau des Neckarwestheimer Atomkraftwerks sollen zwei Zentren zur Bearbeitung und zur Lagerung Mitte des Jahres betriebsbereit sein. In dem Bearbeitungszentrum werden radioaktiv belastete Teile gereinigt und auf Deponien verlagert. Die verbleibenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle kommen ins Standortabfalllager.

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