Spritzen in einer Nierenschale im Kreisimpfzentrum Ilsfeld-Auenstein (Kreis Heilbronn) (Foto: SWR, Jürgen Härpfer)

Strukturen können schnell hochgefahren werden

Gesundheitsämter in BW sehen sich gewappnet für Corona-Herbstwelle

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In Gesundheitsämtern ist die Arbeitsbelastung nach der letzten Corona-Welle in den vergangen Monaten gesunken. Der Fokus liegt nun auf medizinischen und Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Das Arbeitspensum in den Kreis-Gesundheitsämtern war zuletzt niedriger. Die Zahl der Mitarbeitenden ist reduziert, verglichen mit den Hochzeiten der Pandemie, heißt es aus den Landratsämtern im Kreis Heilbronn und Main-Tauber-Kreis. Trotzdem werden noch immer viele Aufgaben in der Pandemiebekämpfung wahrgenommen, inzwischen jedoch fokussierter auf besonders gefährdete Menschengruppen in "medizinischen Einrichtungen", wie der Main-Tauber-Kreis mitteilt. Jetzt gilt es, auf die erwartete Herbst-Welle vorbereitet zu sein.

Ausmaße des Corona-Herbsts noch ungewiss

Über eine kommende Corona-Welle im Herbst sind sich Experten weitgehend einig, wie groß sie ausfallen wird, darüber gibt es keine gesicherten Informationen. Aus den Gesundheitsämtern heißt es: Wir sind vorbereitet. Man könne Kapazitäten wieder hochfahren und schnell auf mehr Personal zugreifen.

Personen am Impfbus auf dem Kiliansplatz in Heilbronn (Foto: SWR, Simon Bendel)
Zu Hochzeiten waren lange Schlangen vor dem Impfbuss in Heilbronn (Archivbild) Simon Bendel

Im Heilbronner Gesundheitsamt seien Arbeitsabläufe optimiert und die Digitalisierung vorangetrieben worden. Zudem gebe es bereits eine räumliche Planung, sollten im Herbst kurzfristig wieder mehr Mitarbeitende notwendig sein. Im Kreis Heilbronn gibt es weiterhin Impfkoordinatoren, die den Landkreis auf den Herbst möglichst gut vorbereiten sollen, sagte der Gesundheitsamtsleiter Thomas Schell dem SWR.

Impfen ist in den Hintergrund gerückt

Zwar gilt Impfen weiterhin unter Experten als das wichtige Mittel gegen die Pandemie, die Nachfrage ist jedoch gering. Im Main-Tauber-Kreis gibt es momentan keine Impfangebote des Landkreises mehr. Niedergelassene Ärzte haben diese Aufgabe übernommen. In Heilbronn gibt es noch einen Impfpunkt in der Kaiserstraße, der vom Landkreis und Stadtkreis gemeinsam betrieben wird. Auch dort ist die Nachfrage jedoch gering, zuletzt sind die Öffnungszeiten reduziert worden.

Impfung im Kreisimpfzentrum in Ilshofen-Wolpertshausen (Foto: SWR)
Bei steigendem Bedarf wollen Kreise wieder mehr Impfangebote organisieren.

Vorhandene und etablierte Strukturen können jedoch bei größerem Bedarf wieder schnell hochgefahren werden, teilt der Main-Tauber-Kreis mit. Impfbusse könnten kurzfristig angemietet werden, teilt die Stadt Heilbronn mit.

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