Der Geldautomat, der am frühen Morgen des 24. Dezember in Bretzfeld-Schwabbach (Hohenlohekreis) gesprengt wurde, war erst kürzlich mit modernsten Sicherungen ausgerüstet worden, um Automatensprengungen zu verhindern. Das erklärte der Bereichsverantwortliche der Sparkasse, Raphael Posch, dem SWR. Im Detail könne er über die Maßnahmen aber keine Auskunft geben.
Seit November schließen nachts sämtliche Filialen und Selbstbedienungszonen der Hohenloher Sparkasse, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses. In die Schließtechnik wurde extra investiert, so Posch.
"Wir hatten unter anderem auch eine Nachtschließung am Standort im Einsatz, die leider im konkreten Fall den Einbruch nicht verhindert hat."
Womöglich Scheine durch Explosion vernichtet Geldautomatensprengung in Bretzfeld: Nur kleine Beute
Am frühen Morgen des Heiligabends hatten Unbekannte in Bretzfeld-Schwabbach einen Geldautomaten gesprengt. Jetzt stellt sich heraus: Die Beute war gering.
Trotzdem wurde an Heiligabend gegen 3.30 Uhr der Geldautomat in der Schwabbacher SB-Zone aufgesprengt. Die Polizei fahndete direkt per Hubschrauber, jedoch ohne schnellen Erfolg. Die Sparkassenfiliale liegt nur drei Autominuten von der Autobahn entfernt.
Geldautomatensprengungen immer häufiger
Ob der Automat auch über Mechanismen verfügte, die das Geld durch Kleber oder Farbe unbrauchbar macht, dazu wollte die Bank keine Angaben machen. Eine solche Aufrüstung hatte erst im Dezember Innenminister Thomas Strobl (CDU) gefordert. Das Innenministerium machte außerdem auf die zunehmende Gefahr aufmerksam: Es seien mehr Geldautomaten gesprengt worden als noch im Vorjahr. Genaue Zahlen würden im Frühjahr 2023 veröffentlicht werden.
Gesprengte Geldautomaten: Strobl fordert Reaktion von Herstellern und Betreibern
Auch andere Banken reagieren auf die zunehmende Gefahr durch Automatensprengungen durch nächtliche Filialschließungen. Die Sparda-Bank setzt darauf beispielsweise bei abgelegenen Filialen in Industriegebieten, sagte der Sprecher der Bank. Die nächtliche Schließung der Heilbronner Filiale an der Harmonie erkläre sich allerdings anders: Dort übernachteten immer wieder Menschen, die dann Unrat zurückließen und es sei zu Vandalismus gekommen.