Ein brennendes Getreidefeld in Gerabronn (Foto: Feuerwehr Gerabronn)

Trockenheit in Heilbronn-Franken

Waldbrandgefahr leicht gesunken - Feuerwehr mahnt weiter zur Vorsicht

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In Heilbronn-Franken hat die Waldbrandgefahr zwar leicht abgenommen. Die Warnstufe liegt aber weiterhin überwiegend bei 4 - hohe Waldbrandgefahr, auch für die nächsten Tage.

Nur bei Eppingen-Elsenz und Obersulm-Willsbach (jeweils Kreis Heilbronn) liegt die Warnstufe derzeit bei 3. Der Sprecher der Heilbronner Feuerwehr, Jürgen Vogt, mahnt weiterhin zur Vorsicht: "Ganz wichtig ist, keine Zigaretten aus dem Autofenster werfen. Gerade auch auf Autobahnen, da gerät ganz schnell der trockene Mittel- oder Seitenstreifen in Brand."

Zudem sollte nicht mit heißen Autos in trockenes Gras gefahren werden oder Unkraut mit Gasbrennen weggebrannt werden. "Da fängt schnell eine Hecke Feuer", so Vogt.

Gerstenfeld abgebrannt

Einen Fall gab es erst am Mittwochnachmittag bei Gerabronn (Kreis Schwäbisch Hall), dort ist ein Gerstenfeld in Brand geraten. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich das Feuer auf benachbarte Getreidefelder im Gewann Sandäcker ausbreitete. Das Feuer brach aus, während der 66-jährige Besitzer sein Feld mit einem Mähdrescher abernten wollte.

Die Brandursache sei aber unklar, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Das Feld mit einer Gesamtfläche von etwa 4,5 Hektar brannte vollständig ab. Der Schaden liegt bei rund 10.000 Euro.

Abgebranntes Getreidefeld in Gerabronn (Foto: Feuerwehr Gerabronn)
Das Gerstenfeld nach den Löscharbeiten. Feuerwehr Gerabronn

Hohe Waldbrandgefahr in Heilbronn-Franken

Die Polizei hat in dem Zusammenhang wegen der aktuellen Trockenheit um erhöhte Vorsicht gebeten. Dem schlossen sich Feuerwehren und auch Landratsämter an: Teilweise ist die Grillerlaubnis stark eingeschränkt oder sogar verboten. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr in der Region Heilbronn-Franken.

"Aufgrund der aktuell hohen Temperaturen herrscht Trockenheit in der Natur, weshalb eine erhöhte Gefahr von Waldbränden und Flächenbrände besteht."

Nach dem Index des DWD waren die Gegenden um die Wetterstationen Öhringen im Hohenlohekreis und Kirchberg-Herboldshausen im Kreis Schwäbisch Hall bis Donnerstag mit der höchsten Warnstufe 5 belegt, jetzt ist die gefahr leicht gesunken, ist aber weiterhin sehr hoch.

Erste Trockenschäden auf der Gartenschau

Die Trockenheit und die hohen Temperaturen machen auch der Gartenschau in Eppingen (Kreis Heilbronn) zu schaffen, die ersten Schäden sind schon zu sehen. Vanessa Heitz, die Sprecherin der Gartenschau Eppingen sagte dem SWR: "Deshalb sind das Gelände-Team, der Bauhof und die Landschaftsgärtner jetzt auch bei diesen Temperaturen morgens vor dem Gästeeinlass unterwegs, um das Gelände fit zu halten. Es ist schon eine kleine Herausforderung, zehn Hektar Fläche so frisch aussehen zu lassen bei diesen Temperaturen. Da sehnen wir uns dann doch etwas nach Regen", so Heitz.

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SWR