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In Gerlachsheim im Main-Tauber-Kreis hat jetzt der Bau der umstrittenen Bodenaufbereitungsanlage begonnen. Gegen den Standort in dem Stadtteil von Lauda-Königshofen gibt es seit Jahren Bürgerprotest.

Auf dem seit Wochen eingezäunten Gelände am Ortsrand haben die Erdarbeiten begonnen. Die Bürgerinitiative spricht von einem "schwarzen Tag" für Gerlachsheim. Fünf Jahre lang hatte sie sich unter anderem mit Protestmärschen und Klagen gegen die Anlage an diesem Standort gewehrt, weil sie unter anderem erheblichen Schwerlastverkehr durch den Ort befürchtet.

Bodenaufbereitungsanlage Gerlachsheim (Foto: SWR)
Baustart für die Bodenaufbereitungsanlage in Gerlachsheim

Bodenaushub bearbeiten und wieder in den Kreislauf zurückführen

Die Firma Konrad Bau will bis Ende des Jahres mit dem Bau der Anlage, die aus einer befestigten Freifläche und einer Halle besteht, fertig sein und dort Bodenaushub bearbeiten und ihn wieder in den Kreislauf zurückführen. Die Investitionssumme liegt nach Unternehmensangaben bei rund vier Millionen Euro. Man stehe weiterhin zur Aussage, zunächst mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen verarbeitetem Bodenabfall zu starten, teilte die Firma mit.

Die Bürgerinitiative will trotz des Baubeginns den Widerstand nicht beenden und damit auch der Suche nach einem Alternativstandort Nachdruck verleihen.

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