Europol Spanien (Foto: Europol )

Nach Flucht in Spanien verhaftet

Polizei Heilbronn: Kriminelle sollen hunderte Millionen Euro gewaschen haben

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Die spanische Polizei hat in der Region Malaga drei Männer verhaftet. Sie wurden von der Staatsanwaltschaft Heilbronn gesucht. Es geht um hunderte Kilo Drogen und sehr viel Geld.

Das Trio soll mit hunderten Kilo Drogen gehandelt haben. Neben 800 Kilo Marihuana wird ihnen der Handel mit circa fünf Kilogramm Kokain vorgeworfen. Außerdem geht es um Millionen von Euro in einem "Schattenbankensystem", offenbar um Geld zu waschen und den Drogenhandel zu finanzieren. Europol spricht in einer Mitteilung von hunderten Millionen Euro.

Es handelt sich um einen großen Schlag der Ermittler. Europol hat ein Video veröffentlicht, das die Festgenommenen und die Wohnungsdurchsuchung zeigt.

Flucht nach Spanien

Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der Kripo Heilbronn, des Bundeskriminalamts, Europol und der spanischen Guardia Civil. Die Tatverdächtigen sind zwischen 26 und 31 Jahren alt, teilte die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Donnerstag mit. Sie sollen sich im Sommer letzten Jahres nach Spanien abgesetzt haben. Anführer der kriminellen Vereinigung soll ein deutscher Staatsangehöriger russischer Herkunft sein.

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Gefälschte Ausweise und Geld sichergestellt

Anlässlich der Festnahmen in Spanien erfolgten in Anwesenheit deutscher Ermittler Durchsuchungen, bei denen umfangreiches Beweismaterial gefunden wurde, darunter Bargeld in fünfstelliger Höhe und gefälschte Ausweisdokumente. Die Tatverdächtigen wurden nach Deutschland überführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft.

49 weitere Verdächtige ermittelt

Im Zuge der fast ein Jahr dauernden Ermittlungen konnten 49 weitere Personen identifiziert werden, die in den Handel mit Betäubungsmitteln involviert gewesen sein sollen. In diesem Zusammenhang wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen 13 weitere Männer im Alter zwischen 24 und 38 Jahren Haftbefehle erlassen und in Vollzug gesetzt.

Neben circa 40 Kilogramm Marihuana und circa 360 Gramm Kokaingemisch konnten im gesamten Verfahren zwei Schreckschusswaffen und eine scharfe Pistole beschlagnahmt sowie Vermögenswerte in Höhe von mehr als 162.000 Euro gesichert werden.

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