Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall starten die Spielzeit 2022 mit "Cyrano de Bergerac" (Foto: Pressestelle, Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan)

Mehr Zuschauer als im vergangenen Jahr

Freilichtspiele Schwäbisch Hall zufrieden mit den Besucherzahlen

STAND

Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall beenden die Saison mit einem Zuschauerplus im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch sind es immer noch 20 Prozent weniger als vor der Corona -Pandemie.

Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall haben in diesem Sommer erstmals nach den Einschränkungen der Corona-Verordnungen wieder ein volles Programm unter Normalbedingungen anbieten können. Bis Ende der Woche werden noch einige Vorstellungen im Neuen Globe Theater gezeigt, dann ist die Sommersaison vorbei.

Künstlerisch zufrieden

Insgesamt wurden 13 Produktionen mit fast 130 Aufführungen gespielt. Ein reichhaltiger Theatersommer in Schwäbisch Hall. Es gab fast keine Ausfälle wegen Regen, jedoch einige wegen erkrankter Darsteller: 2.000 Tickets mussten erstattet werden. Insgesamt sieht der Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Christian Doll, die Saison als gelungen an.

"Das war eine tolle Spielzeit, vor allem künstlerisch [....] und es war eine gute Stimmung unter den Kollegen und den Spielern."

Schauspieler (Foto: SWR)
Gunter Heun als Cyrano de Bergerac

Mehr aber noch zu wenig Zuschauer

Insgesamt kamen in dieser Saison mehr als 46.000 Zuschauer zu den Aufführungen der Freilichtspiele - mehr als im Vorjahr. Nicht alle Produktionen sind so angenommen worden wie gewünscht. Der Renner waren die Produktionen, die dem Publikum schon bekannt waren: die Wiederaufnahmen, wie das Musical "Sister Act" mit über 12.000 Zuschauern in wenigen Vorstellungen auf der großen Treppe und "Ewig Jung" im Neuen Globe.

Theater auf der großen Treppe in Schwäbisch Hall (Foto: SWR)
Sister Act, das Musical war der Renner

"Neuere Sachen und vielleicht auch ein bisschen schwierigere Sachen, zum Beispiel die "Geschichten aus dem Wienerwald" sind leider nicht gut genug gelaufen."

Niveau von vor Corona noch nicht erreicht

Im Vergleich zu den Zeiten vor Corona, also 2019, fehlen immer noch rund 20 Prozent der Zuschauer. Das begründet der Intendant damit, dass in diesem Jahr ein Überangebot an Veranstaltungen gab: Events, die während der Coronaverordnungen ausgefallen sind, wurden in diesem Sommer nachgeholt. Dennoch scheinen die Freilichtspiele auch finanziell in diesem Jahr zurechtzukommen. Eine Schlussrechnung gibt es aber noch nicht.

"So wie es aussieht, werden wir es mit den Hilfen, die wir zusätzlich kriegen, schaffen. Oder zumindest mit einem blauen Auge rauskommen aus diesem Jahr."

Freilichtspiele (Foto: SWR)
Cyrano auf der großen Treppe

Nach der Spielzeit ist vor der Spielzeit

Das Winterprogramm ist gesetzt und auch für den nächsten Sommer stehen schon zwei Produktionen fest: Der Klassiker "Maria Stuart" von Friedrich Schiller und ein schwedisches Musical nach dem Film "Wie im Himmel". "Eine tolle, sehr warme Geschichte und was ganz anderes als das, was wir jetzt in den letzten beiden Jahren hatten", so Intendant Christian Doll.

STAND
AUTOR/IN
SWR