Fackelmahnwache in den Weinbergen in Heilbronn (Foto: Netzwerk gegen Rechts)

Gedenktag zur Bombardierung von Heilbronn

Keine Ausschreitungen: Fackelmahnwache in Heilbronner Weinbergen

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In Heilbronn hat es am Sonntag, dem Gedenktag zum Bombenangriff auf Heilbronn, eine Fackelmahnwache Rechtsextremer gegeben. Vom Netzwerk gegen Rechts gab es Gegenveranstaltungen.

Rechtsextreme haben sich am Sonntagabend in den Heilbronner Weinbergen um den Wartberg getroffen, um eine Fackelmahnwache anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Heilbronns abzuhalten. Zeitgleich gab es Gegenveranstaltungen vom Netzwerk gegen Rechts. Zu Ausschreitungen sei es nicht gekommen, heißt es auf SWR-Nachfrage bei der Polizei.

Polizeipräsenz zur Vermeidung von Ausschreitungen

Rund 70 Menschen hätten bei der Fackelmahnwache teilgenommen, etwas weniger bei den Gegenveranstaltungen des Netzwerks gegen Rechts, heißt es. Einsatzkräfte der Polizei waren mit einem großen Aufgebot vor Ort, um die Gruppierungen voneinander fernzuhalten.

Heilbronn

Alt-Heilbronn zerstört Gedenktag zum Bombenangriff auf Heilbronn

6.500 Menschen starben am 4. Dezember in den Flammen, den Luftschutzbunkern und auf den Straßen. Heilbronn erinnert an die Getöteten.

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Am 4. Dezember vor 78 Jahren starben bei einer Flächenbombardierung auf Heilbronn 6.500 Menschen. 60 Prozent der Stadt wurden laut Stadtarchiv durch Flammen und Bomben zerstört. Die beiden Gruppierungen legen das geschichtliche Ereignis unterschiedlich aus.

Das Netzwerk gegen Rechts hatte sich im Vorfeld der Gegenproteste mit dem Leiter des Heilbronner Stadtarchivs ausgetauscht. Während sich das Netzwerk gegen Rechts dessen Sichtweise der geschichtlichen Ereignisse anschließt, betreibe die Gegenseite "bewussten Geschichtsrevolutionismus", sagte Stefan Reiner vom Netzwerk gegen Rechts dem SWR. Das halte er für hoch gefährlich. Daher habe sich das Netzwerk für Gegenproteste zu den Fackelmärschen entschieden.

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