Tigermücke (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa)

Überträger von tropischen Krankheitserregern

Asiatische Tigermücke erstmals in Heilbronn entdeckt

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In Heilbronn ist zum ersten Mal die Asiatische Tigermücke aufgetaucht. Das Insekt, das seltene tropische Krankheitserreger übertragen kann, wurde in der Innenstadt entdeckt.

Die Tigermücke ist seit 2019 in Baden-Württemberg bekannt, Ende Juli wurde sie erstmals im Kreis Heilbronn entdeckt. Das Insekt ist ein möglicher Überträger von tropischen Krankheitserregern wie dem Dengue- und Chikungunya-Virus. Bisher sei das Aufkommen zwar zu gering, um ein Risiko darzustellen, erklärt Peter Liebert, Leiter des Heilbronner Gesundheitsamts, könne sich die Mücke aber ungestört ausbreiten, ändere sich das schnell.

Gartenbesitzer leert Wassereimer aus (Foto: SWR)
Im heimischen Garten sollte man jedes noch so kleine Wasserreservoir trocken legen, denn die Tigermücke nutzt jede Gelegenheit zur Fortpflanzung.

Sichtungen dem Gesundheitsamt melden

Die Bevölkerung wird gebeten, nach dem Insekt Ausschau zu halten und es gegebenenfalls zu fotografieren. Es ist etwa 3,5 bis 8 Millimeter groß und hat auffällig schwarz-weiß gestreifte Beine und einen weißen Streifen auf Kopf und Rücken. Sichtungen sollen dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

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Das aktuell feuchtwarme Wetter bietet der Stechmücke ideale Bedingungen. Die Tigermücke brütet in kleinsten Wasseransammlungen in Gießkannen oder Regentonnen. Die sollten entfernt werden. Bei Vogeltränken sollte das Wasser mindestens alle drei Tage gewechselt werden, um eine Brut zu vermeiden.

Ursprünglich stammt die Asiatische Tigermücke aus Südostasien. Sie breitet sich hauptsächlich durch internationalen Waren- und Personenverkehr aus, so das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg.

Heilbronn

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