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Wüstenrot (Kreis Heilbronn) will in den nächsten fünf bis zehn Jahren Energie-Plus-Gemeinde werden, die mehr Energie erzeugt als verbraucht. Die Entwicklung dauert damit länger, als ursprünglich geplant.

Das Ziel war ursprünglich, im Jahr 2020 Energie-Plus-Gemeinde zu werden. Über den aktuellen Zwischenstand gibt es am Dienstagabend eine Gemeinderatsitzung.

Geld verdienen, indem überschüssige Energie verkauft wird. Das ist der Plan der Gemeinde Wüstenrot, den sie bereits seit 2009 verfolgt. Damals hat sie zusammen mit Mainhardt (Kreis Schwäbisch Hall) und den Stadtwerken Schwäbisch Hall eine Energieversorgungs-Gesellschaft gegründet.

Energie-Plus-Gemeinde Wüstenrot: Plan des Versorgungsnetzes (Foto: SWR)
Energie-Plus-Gemeinde: Wüstenrot soll über ein eigenes Netz versorgt werden, überschüssige Energie wird verkauft

Erdwärme für die Haushalte

Für eines der Leuchtturmprojekte hat der über 6.500-Einwohner-Ort kräftig gebuddelt und Rohre verlegt: Über die Leitungen aus einem benachbarten Feld werden angeschlossene Häuser mit Wasser versorgt, das durch Erdwärme vorgewärmt wurde. Über Photovoltaikanlagen wird es dann erhitzt - zum Heizen und als Frischwasser.

Wüstenrot ist mit einem europäischen Energiesiegel "European Energy Award" zertifiziert. Verbunden ist das Ganze mit einem Klimaschutzkonzept. Besuchergruppen unter anderem aus China und den USA haben sich bereits über das Wüstenroter Energieprojekt informiert.

Archivfilm aus 2012:

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