A6: Brückenhochzeit bei Heilbronn (Foto: ViA6West)

Ein Stück Technik-Geschichte

"Brückenhochzeit" auf der A6 bei Heilbronn geschafft

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Das rund 48.000 Tonnen schwere Brückenteil auf der A6 bei Heilbronn hat seine endgültige Position erreicht. Das Mammutprojekt, der Querverschub, ist somit vollendet.

Um etwa 18:30 Uhr am Freitagabend war es so weit: Brückenhochzeit bei Heilbronn. Seit Donnerstagmorgen wurden dort zwei Teile einer Autobahnbrücke über das Neckartal zusammengezogen, auf einer Länge von 850 Metern.

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An Stahlseilen wurde das 48.000 Tonnen-Bauwerk gezogen. Am Donnerstagabend hatte sich ein Bauteil verhakt und die Arbeiten damit verzögert.

Fortsetzung des Querverschubs am Freitagvormittag

Gegen zehn Uhr am Freitagvormittag war der Fehler behoben und der Brückenverschub wurde fortgesetzt. Bis zum Mittag war der Abstand zwischen den beiden Teilen von 20 auf rund drei Meter geschrumpft.

Wegen der Komplikationen am Donnerstagabend habe man am Freitagmorgen die Brückenpfeiler einer zusätzlichen Qualitätskontrolle unterzogen, sagte der Sprecher der Projektgesellschaft ViA6West Michael Endres dem SWR.

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Da der sogenannte Verschub in dieser Größenordnung einmalig ist, gebe es wenig Erfahrungswerte. Deshalb gehe die Projektgesellschaft auf Nummer sicher.

800 Meter lang, 48.000 Tonnen schwer

Am Donnerstag wurden über 13 Meter der insgesamt 20 Meter seitlich verschoben. Die verbleibende Lücke wurde jetzt geschlossen, sodass die Nordseite der Brücke und die Südseite nebeneinander liegen.

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Der Geschäftsführer der Autobahnbetreibergesellschaft ViA6West, Simon Dony, zeigte sich am Donnerstagabend zufrieden mit dem Zwischenstand des Großprojekts.

"Wir haben schon ein gutes Stück geschafft. 48.000 Tonnen - das ist eine ganz schöne Menge, die man hier verschieben muss."

Zeitlicher Puffer war eingeplant

Die Mitarbeiter der Firma Hochtief waren seit dem frühen Donnerstagmorgen im Einsatz. 30 bis 40 Zentimeter pro Stunde ging der Vorschub voran. Aufgrund von Arbeitszeitschutz-Regelungen für die Mitarbeiter wurden die Arbeiten am Abend unterbrochen.

"Die können nicht 14 Stunden da oben auf dem Brückenpfeiler stehen und arbeiten", sagte Gerald Hauke, der Sprecher des Bauunternehmens Hochtief, dem SWR Studio Heilbronn. Genau dafür sei der Freitag als Puffer eingeplant worden.

Autobahnbrücke A6 aus der Ferne (Foto: SWR, Simon Bendel)
Autobahnbrücke A6 aus der Ferne Simon Bendel

Ein Stück Technik-Geschichte

Die beiden Brückenteile standen ursprünglich 21 Meter auseinander, damit die Baumaschinen dazwischen passen. Die Querverschiebung bei Heilbronn ist wohl ein Stück Technik-Geschichte, denn in dieser Größenordnung ist das weltweit vermutlich einmalig, heißt es bei der ViA6West.

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