Startblock (Symbol) (Foto: SWR, Nicole Heidrich)

Diskussion um Maßnahmen zur Energieeinsparung

DLRG befürchtet mehr Nichtschwimmer durch geschlossene Bäder

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Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Württemberg befürchtet bei der Schließung von Hallenbädern wegen der aktuellen Gas-Krise im kommenden Herbst noch mehr Nichtschwimmer.

Allein in den vergangenen zwei Jahren hätten landesweit 200.000 Kinder wegen der Corona-Pandemie keinen Schwimmunterricht gehabt, so die DLRG. Die Vizepräsidentin des Verbandes, Ursula Jung aus Weikersheim (Main-Tauber-Kreis), sagte dem SWR, es gebe die große Befürchtung, dass man einfach nicht mehr der ureigensten Aufgabe, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen das Schwimmen beizubringen, nachkommen können.

"Wir brauchen Bäder, wir brauchen Wasser, um auszubilden, wir können es nicht bei 15, 16 Grad machen. Das ist zu kalt für unsere Kinder."

Kommunen ziehen Konsequenzen aus Energiekrise

In der Region Heilbronn-Franken haben die ersten Kommunen Konsequenzen aus der Energiekrise durch mangelndes Gas gezogen. Der Gemeinderat von Öhringen (Hohenlohekreis) hat diese Woche beschlossen, das Hallenbad nicht mehr zu öffnen. Die Krise betreffe nicht nur Gas und sei akuter als viele denken, sagt Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler (parteilos).

"Wenn es die nächsten Wochen nicht regnet, dann haben wir ein Ölproblem. Dann haben wir ein Benzinproblem und Dieselproblem, weil nichts vom Rhein runterkommt. Wir haben auch Pellet-Heizungen, da sind wir gerade auch nicht glücklich, weil es gibt auch keine Pellets."

Man habe nicht nur eine Gaskrise, sondern eine Energiekrise. Gaskrise wäre nicht weit genug, so der Öhringer Oberbürgermeister im Interview mit dem SWR Studio Heilbronn.

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SWR