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Nach dem tödlichen Badeunfall am Karlssee in Heilbronn geht die Polizei nach wie vor von einem Unglück aus. Jetzt wird darüber diskutiert, ob Rettungsringe aufgestellt werden sollten.

Ein 22-Jähriger war am Freitagabend in dem See auf dem ehemaligen Bundesgartenschau-Gelände (BUGA) ertrunken. Ob dem jungen Mann ein bereitgestellter Rettungsring am Ufer das Leben gerettet hätte? Die Heilbronner Stadträtin Marion Rathgeber-Roth (Freie Wähler) stellte jetzt eine Anfrage an den Gemeinderat, ob Rettungsringe angebracht werden könnten.

Kleine Investition, die Leben retten kann

Das Aufstellen von Rettungsringen sei eine kleine Investition, die Menschenleben retten könne, sagte Rathgeber-Roth dem SWR.

"Meines Wissens gibt es bisher auf dem Buga-Gelände, speziell am Karlssee, keine Rettungsringe. Wenn jemand ins Wasser springt, gefährdet er sich selbst. Da sind Rettungsringe eine große Unterstützung."

Baurechtlich gab es keine Auflage für Rettungseinrichtungen am Karlssee mit seinem Flachufer, heißt es von der Stadt. Ebenfalls angefragt wird die Möglichkeit für das ehemalige BUGA-Gelände einen Defibrillator anzuschaffen.

Blick auf den Neckarbogen auf der BUGA  (Foto: SWR)
Blick auf den Neckarbogen auf der BUGA

Plötzlich untergegangen

Nach Zeugenangaben watete der junge Mann durch das Wasser am Ufer. An einer tiefen Stelle sei er plötzlich abgerutscht und, nachdem er noch um Hilfe rief, untergegangen. In dem See ist Baden verboten. Taucher der Feuerwehr bargen den Mann. Er verstarb im Krankenhaus.

Weiterhin geht die Polizei von einem Unglück aus. Es gebe bisher keine Erkenntnisse für ein Fremdverschulden, sagte ein Polizeisprecher dem SWR.

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