Eine europäische Flagge weht vor hellblauem Himmel im Wind und symbolisiert die Europawahl 2024

Erstmals wählen ab 16 Jahren bei der Europawahl

Das denken Erstwählerinnen aus Neckarsulm über die kommenden Wahlen

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AUTOR/IN
Juliane Pyper

Bei der Europawahl am Sonntag darf erstmalig ab 16 Jahren gewählt werden. Wie denken 16-Jährige aus Neckarsulm darüber? Welche Themen motivieren sie zur Wahl zu gehen?

Die 16-jährigen Handballspielerinnen der A-Jugend der Sport-Union Neckarsulm (Kreis Heilbronn) freuen sich, bei der Europawahl am Sonntag erstmalig die Politik der Europäischen Union mitbestimmen zu können. Für sie ist es von großer Bedeutung, dass bei dieser Wahl auch die Stimmen der jüngeren Generation gehört werden. Außerdem dürfen bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg erstmals Jugendliche ab 16 Jahren in kommunale Gremien gewählt werden.

Das denken die 16-jährigen Handballspielerinnen der Sport-Union Neckarsulm über das Wählen ab 16 Jahren:

Bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg dürfen 16-Jährige bereits seit 2014 wählen. Neu ist bei dieser Wahl, dass sie sich auch zur Wahl aufstellen lassen können.

Absenkung des Wahlalters - interessieren sich die 16-Jährigen für Politik?

Neben Handball interessieren sich die Mädchen der A-Jugend auch für das politische Geschehen - in Europa und in ihrer Stadt.

Charlotte, 16 Jahre alt und Erstwählerin, freut sich, dass bei der Wahl auch den jüngeren Menschen die Chance gegeben wird, ihre Stimme abzugeben, denn ältere Menschen würden eher die traditionellen Parteien wählen.

Ich denke, dass 16-Jährige schon in der Lage sind, früh wählen zu können.

Auch ihre Vereinskollegin Elena findet es wichtig, dass die Interessen jüngerer Menschen in der Europäischen Union vertreten werden. Elena bewegt vor allem das Thema Künstliche Intelligenz und wünscht sich, dass die EU darauf einen Fokus legt. "Aber sonst habe ich jetzt noch nicht so viel Ahnung von Politik und will mich vor der Wahl noch ein bisschen informieren", sagt sie.

Charlotte findet an der EU vor allem das "Erasmus+"-Projekt gut, das es Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden ermöglicht, einen Teil ihrer Studienzeit im EU-Ausland zu verbringen und dabei von der EU unterstützt zu werden. "Da finde ich es gut, dass man Parteien wählen kann, die das unterstützen und deswegen möchte ich auch an der Wahl teilnehmen", sagt Charlotte.

Kommunale Entscheidungen "nah dran"

Auch die 16-jährige Sophia findet es "sehr gut", dass sie am Sonntag zur Wahl gehen kann:

Vor allem auf der kommunalen Ebene sind die Entscheidungen ja auch relativ nah an uns dran, also es betrifft uns ja direkt, was da dann entschieden wird. Deswegen finde ich es sehr fair, dass wir mitentscheiden dürfen, was uns auch was angeht.

Vor allem die Vereinsarbeit findet sie wichtig. "Ich habe eine Freundin, die hat sich jetzt aufstellen lassen für die Kommunalwahl bei uns im Bezirk und das finde ich dann voll interessant, weil ich dann auch ein bisschen mitbekomme, wie das so abläuft", erzählt Sophia.

"Wahl-O-Mat" im Schulunterricht

Die kommenden Wahlen waren auch Thema im Schulunterricht. Charlotte kannte bis vor Kurzem noch nicht so viele Parteien, außer die größeren: "Dann hatten wir in der Schule den Wahl-O-Mat und dadurch habe ich dann noch kleinere Parteien kennengelernt, die [das Erasmus+-Projekt] auch unterstützen und noch andere Sachen, die ich vertrete."

Elena erzählt, dass die Wahl bei ihr kein großes Thema war im Unterricht. Sie hätten sich lediglich ein paar Parteien näher angeschaut.

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