Neue Regeln zur Maskenpflciht für den Herbst auch in RLP, um einer Corona-Welle vorzubeugen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer)

Dritter Corona-Winter steht bevor

Steigende Inzidenzen: So reagieren die Landkreise in Heilbronn-Franken

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Der dritte Winter mit Corona wird anders als die beiden zuvor. Die Landkreise in der Region Heilbronn-Franken bereiten sich darauf vor.

Die Landkreise in der Region Heilbronn-Franken bereiten sich auf den kommenden Corona-Herbst und -Winter vor. Auch wenn die Gesundheitsämter aktuell nicht sonderlich stark ausgelastet seien, sollen im Zweifel Maßnahmen wie die Kontaktnachverfolgung von Infizierten schnell wieder hochgefahren werden können, teilen die Kreise auf Nachfrage mit - immer vorausgesetzt, Land oder Bund beschließen entsprechende Regeln. Danach sieht es bisher allerdings nicht aus. Die Politik geht entspannter mit dem Thema Corona um. Trotz steigender Inzidenzen melden Ärzte und Krankenhäuser aktuell nur wenige schwere Verläufe.

Main-Tauber-Kreis: Regeln bleiben bestehen

Ein bisschen sei das Thema Corona in den vergangenen Wochen tatsächlich in den Hintergrund geraten, sagt Markus Moll, Sprecher des Landratsamtes des Main-Tauber-Kreises. Dennoch hätten viele Regelungen im Amt weiter Bestand: Besuche zum Beispiel seien nach wie vor nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Der Impfkoordinator des Kreises habe bisher nicht eingreifen müssen, die Nachfrage nach Impfungen könne aktuell problemlos durch die bestehenden Strukturen abgedeckt werden, so Moll. Auch die Belastung des Gesundheitsamtes habe stark nachgelassen, seit es keine Kontaktnachverfolgung mehr gebe.

Hohenlohe: Eingespieltes Team und Erfahrungen aus den Vorjahren

Sollte die Kontaktnachverfolgung doch wieder kommen, worauf bisher politisch allerdings nichts hinweist, sieht sich der Hohenlohekreis gewappnet. Gesundheitsdezernent Mike Weise sagt, man könne personell jederzeit die Verfolgung wieder hochfahren. Außerdem helfe die Erfahrung der vergangenen zwei Winter.

"Wir kennen uns untereinander mittlerweile sehr gut, sodass wir, je nachdem wie sich eine Lage entwickelt, wissen, an wen wir uns wenden müssen. Also etwa wann es Zeit wird auf Alten- und Pflegeeinrichtungen zuzugehen oder den Kontakt zur Ärzteschaft zu intensivieren."

Landkreis Heilbronn: Steigende Zahlen, aber wenig schwere Fälle

Auch der Landkreis Heilbronn beobachtet seit Anfang September wieder steigende Corona-Zahlen. Die Belegung der Intensivbetten sei aber noch gering, teilt das Landratsamt mit. Allerdings seien gesundheitsbedingte Ausfälle in den Kliniken nicht zu unterschätzen, was nach wie vor zur Überlastung des Gesundheitssystems führen könne.

Im Umgang mit Corona hätten sich aber auch im Landkreis Heilbronn die Prozesse nach zwei Jahren etabliert, heißt es auf Nachfrage weiter. Personal werde weiter vorgehalten, um im Bedarfsfall die Gesundheitsämter schnellstmöglich aufstocken zu können.

Stadt Heilbronn: Impfpunkt soll weiter offen bleiben

Auch auf eine möglicherweise wieder steigende Impfnachfrage soll schnell reagiert werden. Die Stadt Heilbronn teilt mit, der Impfpunkt in der Kaiserstraße solle deshalb weiterhin geöffnet bleiben. Sollte die Nachfrage steigen, könnten außerdem die Kapazitäten in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten jederzeit hochgefahren werden, heißt es.

"Auf Basis der gesammelten Erfahrungen in der Pandemie sehen wir uns insgesamt gut gerüstet, flexibel und zügig auf neue Entwicklungen reagieren zu können."

Schwäbisch Hall: Landrat mahnt zur Umsicht

Auch im Landkreis Schwäbisch Hall steigen die Corona-Zahlen weiter. "Es ist nur verständlich, dass wir uns nach den Einschränkungen der vergangenen zweieinhalb Pandemiejahre nach Fröhlichkeit, gemeinsamen Feiern und vor allem nach Gesellschaft sehnen", teilt Landrat Gerhard Bauer (parteilos) mit. Das Gesundheitsamt registriere aber gerade nach lokal und überregional durchgeführten, oft mehrtägigen Festen wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Die Verläufe seien zwar oft mild - trotzdem führe das zu krankheitsbedingten Ausfällen. Bauer mahnt deshalb zur Umsicht.

"Bitte schützen Sie sich auch durch eine Impfung vor schweren Verläufen von Corona. Die Impfteams des Landkreises Schwäbisch Hall machen hierzu nach wie vor in einem wochenweisen Wechsel Impfangebote in Crailsheim und Schwäbisch Hall."

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