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Der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) befürwortet die weiteren Maßnahmen, die Bund und Länder am Sonntag im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlossen haben. Auch im Main-Tauber-Kreis ist man damit zufrieden.

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Es liege ein Wochenende hinter den Menschen, an dem sie sich bereits an ein Kontaktverbot gewöhnen konnten. Er habe sich am Wochenende ein Bild davon machen können, dass die Menschen sich überwiegend daran hielten, vernünftig waren und Zuhause blieben.

Ordnungsamt und Polizei kontrollieren verstärkt

Würden die Menschen in Heilbronn sich weiterhin so diszipliniert und einsichtig verhalten wie am Wochenende, hofft Mergel, dass man um weitere Sanktionen herumkomme. Der Heilbronner OB wünscht sich, dass eine Ausgangssperre nicht nötig wird. Auch am Montag werden Polizei und Ordnungsamt in Heilbronn wieder verstärkt kontrollieren und Verstöße gegen die jüngste Verordnung konsequent ahnden.

Die Heilbronner Innenstadt ist am Samstag beinahe verwaist, Polizei kontrolliert (Foto: SWR)
Die Polizei kontrollierte die Heilbronner Innenstadt am Samstag

Es sei ein wichtiger Schritt, dass Bund und Länder endlich eine gemeinsame Entscheidung getroffen hätten. Das sagte auch Christoph Schauder, Erster Landesbeamter im Main-Tauber-Kreis und Leiter des Arbeitsstabs Corona dem SWR. Auch er möchte eine Ausgangssperre solange es geht, verhindern: Es sei ein fundamentaler Eingriff in die Grundrechte. Es sei gut, so Schauder, dass die Politik schrittweise vorgehe, die stetige Entwicklung im Auge behalte und situationsabhängig entscheide.

Maßnahmen gegen Ausbreitung von Coronavirus-Pandemie

Auch im Main-Tauber-Kreis wird der Kontrolldruck von Seiten der Polizei und des Ordnungsamts erhöht, so Schauder - aber mit Augenmaß.

Am Sonntag haben Bund und Länder gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Persönliche Kontakte sollen unter anderem auf ein Minimum reduziert werden, in der Öffentlichkeit müssen Menschen 1,5 Meter Abstand zueinander halten. Das Haus soll nur für unbedingt notwendige Tätigkeiten verlassen werden. Zudem müssen Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege schließen.

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