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Corona verlangt von uns allen viel ab. Nicht nur das Tragen von Masken ist anstrengend, auch das Abstand halten, keine Veranstaltungen und Feiern mehr – das alles belastet. Schlimm ist es auch für die Schüler, aber ganz oft werden die Kleinsten vergessen: Die Kindergartenkinder.

Auf den ersten Blick ist die Welt im Kindergarten noch völlig in Ordnung: Die Kinder spielen und toben. In der Evangelischen Kita auf der Schanz in Heilbronn bemühen sich die Erzieher und Erzieherinnen, dass die Kinder so unbeschwert wie möglich mit der Krankheit Corona, die für die Kleinsten kaum zu verstehen ist, umgehen können. Und es klappt, sagt Kita-Leiterin Bettina Kollmus.

"Die Kinder sagen oft: 'Gell, das ist wegen Corona?' Letztens kamen einige Kinder aus dem Garten und sagten, sie hätten jetzt das Corona gefunden. Also, sie integrieren es sogar in ihr Spiel."

Bettina Kollmus, Leiterin der Evangelischen Kita auf der Schanz in Heilbronn
16.04.2020, Niedersachsen, Hannover: Frida steht vor einem abgesperrten Spielplatz. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild))
Viele Eltern sind einfach froh, dass die Kitas - anders als im Frühjahr - nicht geschlossen sind (Symbolbild) picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Kein Laternenumzug

Doch trotz aller Bemühungen - Corona ist auch im Kindergarten an der Tagesordnung: Die Gruppen essen getrennt, ruhen getrennt aus, die Eltern müssen ihre Kinder an der Tür abgeben und auch bereits komplett angezogen wieder abholen, da sie nicht ins Gebäude dürfen. Und gesungen wird nur noch im Garten. Alles eben doch etwas anders als früher.

Doch das ist alles völlig ok, sagen Eltern und Erzieher, so verantwortungsvoll müsse man in dieser Situation eben umgehen. Was aber besonders schade ist: Es muss so viel ausfallen – wie zum Beispiel der Laternenumzug. Die Kinder vermissen das alles, bedauert Paulas Mama, Julia Schlumberger.

"Es ist schade, dass so viele Unternehmungen ausfallen müssen. Als Eltern muss man sich da einiges einfallen lassen, um die Kinder bei Laune zu halten. Aber wir sind dennoch froh, dass Kitas und Schulen geöffnet haben. Der Lockdown im Frühjahr war viel schlimmer. Die Kinder haben ihre Freunde und das gemeinsame Spielen furchtbar vermisst."

Julia Schlumberger, Mutter aus Heilbronn

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