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Nach der Coronavirus-Infektion in Göppingen wurden zwei Menschen in der SLK Lungenklinik in Löwenstein untersucht. Besorgte Bürger lassen sich zudem vermehrt auf das Coronavirus testen.

Die Tests der beiden Menschen auf das Coronavirus in der Lungenklinik Löwenstein seien negativ ausgefallen, so ein Sprecher. Die beiden Fälle seien nach Richtlinien des Robert-Koch-Instituts keine begründeten Verdachtsfälle gewesen. Sie seien nicht in Risikogebieten unterwegs gewesen, die vom Robert-Koch-Institut als solche ausgewiesen waren, hieß es. Man habe aber auf Nummer sicher gehen wollen, um einen möglichen "Patienten Null" nicht zu verpassen, heißt es.

Klinik Löwenstein (Foto: SWR)
Nach der Coronavirus-Infektion in Göppingen wurden zwei Menschen in der SLK Lungenklinik in Löwenstein untersucht

"Wenn Patienten mit einer Symptomatik, die Grippe ähnlich ist, bei uns auftauchen, wird oft zusätzlich ein Corona-Test gemacht."

Mathias Burkhardt, Sprecher SLK Kliniken

Lungenklinik gut vorbereitet

Die Lungenklinik in Löwenstein sei sehr gut vorbereitet, sagte Chefarzt Dr. Axel Tobias Kempa dem SWR Studio Heilbronn. "Wir haben hier eine Infektionsstation, wo wir in der Regel Tuberkulosepatienten behandeln. Wir haben Unterdruckzimmer, alles, was die Bundesärztekammer als empfehlenswert sieht, ist hier vorhanden."

Das heiße aber nicht, dass die Lage nicht neu bewertet werden müsse, wenn es zu mehr Verdachtsfällen oder tatsächlich zu einer Epidemie käme, so Kempa.

Viele Patienten wollen Corona-Test

Hausarzt Dr. Manfred Frenzel vom "Medizinischen Verbund Bottwar" berichtet, er mache auf Wunsch besorgter Patienten vermehrt Abstriche der Schleimhaut. Hintergrund der vermehrten Untersuchungen ist, dass der Coronavirus mittlerweile auch in Baden-Württemberg angekommen ist. Der Test ist der gleiche wie bei Grippe.

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"Mit dem Abstrich gelingt mir ein rascher und zuverlässiger Nachweis von Influenza und - von besonderem Interesse - der Ausschluss einer aktuell bestehenden Besiedelung des Rachens mit Coronaviren."

Dr. Manfred Frenzel, "Medizinische Verbund Bottwar"

Wegen des hohen Interesses der Patienten mache man das derzeit, so der Arzt. Es sei allerdings noch keine Standarduntersuchung. Frenzel hat Praxen unter anderem in Beilstein und Ellhofen (beide Kreis Heilbronn).

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Verstärkt Anfragen wegen Coronavirus bei Gesundheitsämtern

Derweil melden die Heilbronner Gesundheitsämter verstärkt Anfragen wegen des Coronavirus. Dies gilt für die Stadt wie für den Landkreis. Viele Bürger sind verunsichert, deshalb ist die Zahl telefonischer Anfragen enorm gestiegen. Amtsleiter Gert Schiller: "Bei uns stehen die Telefone nicht still, es melden sich Ärzte, Apotheker und Geschäftsleute." Schiller verweist auf zahlreiche Informationen zum Coronavirus im Internet, wie beispielsweise vom Robert-Koch-Institut oder dem Landesgesundheitsamt.

Eigentliche Aufgabe der Gesundheitsämter sei allerdings weniger die Beratung, sondern eher das Management, wenn ein Fall tatsächlich aufgetreten sei, so der Chef des Heilbronner Kreisgesundheitsamtes weiter.

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