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Über Monate hatte die Gemeinde Untergruppenbach (Kreis Heilbronn) Spenden gesammelt für das Projekt Bürgerwald. Über 2.000 Setzlinge müssen in den festen, tonhaltigen Boden.

Der Gemeindewald von Untergruppenbach hat gelitten: Abgestorbene Bäume und große Kahlflächen sind das Resultat von Trockenheit und Borkenkäfern in den letzten zwei Jahren. Das sollte sich ändern - alles war vorbereitet für eine große Bürgerpflanz-Aktion. Zusammen mit Einwohnern wollten Bürgermeister und Revierförster erlebbar machen, wie ein Stück Wald wächst und wie wichtig dieser Wald in Zeiten des Klimawandels für alle ist.

Coronavirus macht Aktion Strich durch die Rechnung

Die Untergruppenbacher waren begeistert, sie spendeten und wollten Bäume pflanzen. 400 Helfer wären dabei gewesen. Doch das Coronavirus machte der gemeinsamen Bürgerpflanz-Aktion einen Strich durch die Rechnung, Bürgermeister Andreas Vierling musste alles abblasen.

Dauer

Die Zeit drängt

Das wollten Revierförster Oliver Muth und seine Handvoll Waldarbeiter nicht hinnehmen. Sie sprangen ein - und mussten aber auch gleich ordentlich ranklotzen, denn die Zeit drängt. Die Pflanzen sind wegen der frühlingshaften Temperaturen schon heftig am Austreiben.

Eineinhalb Hektar groß ist die Kahlfläche zwischen Untergruppenbach und Untergruppenbach-Unterheinriet, das entspricht etwa zwei Fußballfeldern. Über 2.000 Setzlinge müssen in den festen, tonhaltigen Boden. Etwa 20 bis 30 Bäumchen schaffen die Arbeiter pro Stunde. Die Pflanz-Aktion soll wohl noch bis Mitte nächster Woche dauern.

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