Das Logo und der Name des Maschinenbauunternehmens Bosch hängen an einem Gebäude. Am badischen Standort BühlBühlertal sollen rund 700 Vollzeitstellen abgebaut werden (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Betriebsrat bislang nicht eingebunden

Weiter Ungewissheit zu möglichem Stellenabbau bei Bosch in Abstatt

Stand
AUTOR/IN
Luca Bauer

Der Autozulieferer Bosch will noch mehr bei seinen Entwicklern sparen, auch beim autonomen Fahren. Hunderte Jobs sind in Deutschland betroffen - zum Beispiel in Abstatt.

Nachdem vor rund zwei Wochen bekannt wurde, dass der Autozulieferer Bosch bis Ende 2026 in Deutschland rund 950 Stellen abbauen möchte, ist nach wie vor unklar, in welchem Umfang der Standort Abstatt (Kreis Heilbronn) betroffen sein wird. Der Betriebsratsvorsitzende des Standorts, Helmut Meyer, kritisierte, dass es noch immer keine Informationen gibt. Das sorge bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Verunsicherung.

Keine Auskünfte von Unternehmensseite

Am Standort in Abstatt wollte der Betriebsrat vom Unternehmen wissen, wie viele Jobs auf der Kippe stehen. Dazu gab es laut Meyer bislang aber keine Auskünfte. Abgebaut werden sollen die Stellen im Geschäftsfeld "Cross-Domain Computing Solution". In der Sparte werden unter anderem Fahrassistenz-Systeme, Lösungen zum automatisierten Fahren und Infotainment-Systeme hergestellt. Genau dort sieht der Abstatter Betriebsrat große Zukunftschancen durch den Strukturwandel. Meyer fordert deswegen, dass diese Bereiche gestärkt statt geschwächt werden sollen.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2027  

Entlassungen soll es aber keine geben. Grund dafür ist, dass das Unternehmen mit dem Betriebsrat im vergangenen Sommer eine Vereinbarung geschlossen hatte, die betriebsbedingte Kündigungen für die Beschäftigten der Zulieferersparte bis Ende 2027 ausschließt. Es geht deshalb um einen sozialverträglichen Stellenabbau.

Weitere Sparten betroffen

Neben den Stellenstreichungen in der Softwareentwicklung hat Bosch in der vergangenen Woche bekannt gegeben, weitere 500 Jobs zu streichen. Dabei geht es um die Sparte für elektronische Steuergeräte, also den Geschäftsbereich "Mobility Electronics". Das betrifft auch mehrere Standorte in Baden-Württemberg, darunter Schwieberdingen (Kreis Ludwigsburg) und Reutlingen.

Mehr zum Thema Bosch

Abstatt

Autonomes Fahren läuft nicht wie erhofft Bosch plant Stellenabbau auch in Abstatt

Weil die Entwicklung beim autonomen Fahren stockt, will Bosch mehr Stellen abbauen als geplant. Laut "Handelsblatt" ist auch Abstatt betroffen.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Baden-Württemberg

Kündigungswelle bei Automobilzulieferer Bosch will mindestens 1.500 Stellen streichen

Der Stuttgarter Autozulieferer Bosch will im kommenden Jahr Stellen abbauen. Bis zu 1.500 Jobs könnten allein an den Standorten Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen wegfallen.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Stand
AUTOR/IN
Luca Bauer