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Der Main-Tauber-Kreis sammelt landesweit mit am meisten Biomüll. Das ergab die Müllbilanz, die Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Montag vorstellte.

Biotonne (Foto: SWR)
Der Main-Tauber-Kreis ist Vorbild in Sachen Biotonne (Symbolbild)

Baden-Württemberger sammeln zu wenig Biomüll. Zumindest wenn es nach Meinung von Landes-Umweltminister Untersteller geht. Demnach sind die Menschen hier wohl zu bequem oder zu wenig informiert, schreibt die Deutsche Presseagentur (dpa): Bei vielen landete 2019 der Biomüll erst gar nicht in der richtigen Tonne, sondern im Restmüll. Die Folge: Die angestrebten 60 Kilogramm pro Kopf wurden nicht erreicht, stattdessen kommen die Baden-Württemberger auf gerade einmal 51 Kilogramm.

108 Kilogramm Biomüll pro Kopf gesammelt

Dabei können sich andere Landkreise eine Scheibe vom Main-Tauber-Kreis abschneiden: Er ist landesweit Vorbild was den Biomüll angeht. So wurden im vergangenen Jahr im Main-Tauber-Kreis rund 108 Kilo pro Kopf gesammelt, deutlich mehr also als im Landesdurchschnitt. Mehr sammelte bei Stadt- und Landkreisen nur noch Baden-Baden.

Gründe seien unter anderem die wöchentliche Leerung von Mai bis Oktober, so ein Sprecher des Landratsamtes. Dabei könnten Gartenabfälle entsorgt werden. Zudem würden falsche Abfälle durch ein System, einen so genannten "Müll-Sheriff", entdeckt. Dieser erkennt, ob sich falsche Materialien wie Metalle in der Tonne befinden, so der Sprecher.

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