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Die Auswertungen der Testergebnisse für die Coronaviren-Abstriche dauern immer länger. Grund dafür ist ein Mangel an Analyse-Chemikalien.

Bis zu vier Tage kann es dauern, bis die Testergebnisse vorliegen, so Elisabeth Koerber-Kröll von der Kreisärzteschaft Schwäbisch Hall. Die Labore arbeiten zwar Tag und Nacht, jedoch würden auch die Chemikalien für die Analyse knapp.

"Diese Reagenzien werden von drei Herstellern in Deutschland betrieben, und die sind (...) aufgrund des hohen Aufkommens leergelaufen. Mit den Teströhrchen ist es ja nicht getan (...), man braucht auch ein Entwicklungsmittel. Das wird zum Beispiel zum größten Teil von der Firma Roche hergestellt, die produziert aber in den USA, da kann man sich vorstellen, dass da nicht mehr viel zurückkommt."

Elisabeth Koerber-Kröll, Kreisärzteschaft Schwäbisch Hall

Engpass auch bei Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag

Auch bei der zentralen Drive-In-Abstrichstelle für Corona-Tests in Kupferzell-Belzhag (Hohenlohekreis) gebe es Engpässe im Labor, das die Auswertungen bisher vornahm. Da dies ausgelastet sei, müsse ein Mitarbeiter die Abstriche direkt zu einem Labor nach Heidelberg bringen, heißt es.

Erste Bilanz: Ablauf ist reibungslos

Die Drive-In-Abstrichstelle zieht nach einer Woche in Betrieb eine erste Bilanz. Seit vergangenem Montag sind hier über 650 Tests auf das Coronavirus durchgeführt worden. Das teilte das Landratsamt Hohenlohekreis mit.

Der Ablauf in der Drive-In-Abstrichstelle funktioniere reibungslos. Täglich seien mehrere Einsatzkräfte der Technischen Hilfswerke (THW) Pfedelbach und Künzelsau und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Kreisverband Hohenlohe vor Ort.

An den Abstrichstellen können sich nur Menschen testen lassen, die eine Anweisung von ihrem Hausarzt bekommen haben.

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