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Eine Bürgerinitiative hat es sich zum Ziel gesetzt, auf dem Gelände des Engelschörle bei Nordheim (Landkreis Heilbronn) einen Wald für Bienen, Insekten und Menschen zu pflanzen.

Knapp 200 Personen haben sich insgesamt gefunden, um bei Nordheim (Landkreis Heilbronn) in zwei Etappen auf einer Streuobstwiese einen Bienenwald zu pflanzen. Natürlich nicht alle auf einmal und natürlich mit Abstand und Maske. Ziel war es, einen Lebensraum für die Bienen des benachbarten Imkers, aber auch für andere heimische Insekten und Vögel zu schaffen.

"Wir wollen hier auch später eine Art Treffpunkt haben, wenn Corona vorbei ist, als einen Lernort, als einen schönen Ort, wo man einfach gerne hingeht. Geschaffen von Nordheimer Bürgern für Nordheimer Bürger und Auswärtige."

Christoph Schulz

Außerdem sollen die selbst gepflanzten Bäume auf dem "Engelschörle" genannten Areal nach Corona auch die Bürgerinnen und Bürger Nordheims zum Verweilen einladen.

Ein neuer Wald entsteht

Insgesamt wurden dazu an den letzten beiden März-Wochenenden 53 heimische Obst- und Forsthölzer gepflanzt. Zum Beispiel Quitten, Mirabellen oder Zwetschgen, aber auch Linden und Rosensträucher. Die Idee hinter der Pflanzenauswahl war, dass im Bienenwald während der Vegetationsphase von März bis Oktober immer irgendetwas blüht.

Eine Heugabel und eine Schaufel warten auf ihren Einsatz (Foto: SWR)
Heugabel und Schaufel, die wahrscheinlich wichtigsten Werkzeuge der letzten zwei Wochenenden. Bild in Detailansicht öffnen
Auch für die Bewässerung ist ausreichend gesorgt. Dafür steht ein Tank bereit. Bild in Detailansicht öffnen
Ein Namensschild der Spender an einem der gepflanzten Bäume Bild in Detailansicht öffnen
Teilweise noch etwas kleiner, teils schon ausgewachsen - der Nordheimer Bienenwald Bild in Detailansicht öffnen
Hinter der kleinen Gartenhütte hat Hans Wonner die Bienenstöcke seiner Imkerei aufgestellt. Bild in Detailansicht öffnen
Der künftige Bienenwald von oben. Mit Abstand und Maske wurden hier 53 neue Bäume gepflanzt. Bild in Detailansicht öffnen

53 Baumpaten für das "Engelschörle"

Die Bäume wurden je von "einem Spender" finanziert und gepflanzt. Die Spender sind Einzelpersonen, aber auch Vereine, Freundeskreise oder Familien. Die Kosten decken dabei das Pflanzgut und Bewässerung, aber auch Pflege und Schutz für die ersten drei Jahre ab.

Danach, so Christoph Schulz, seien die Bäume auch alleine überlebensfähig. Die Resonanz sei außerdem so groß gewesen, dass es für das nächste Projekt schon eine Warteliste gebe. Was dann entstehen wird, will er aber noch nicht verraten.

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