Ein Abellio-Zug mit "Bwegt"-Aufschrift (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Nestor Bachmann/dpa/Zentralbild/dpa)

Rettungsplan des Landes steht

BI Frankenbahn begrüßt Abellio-Übernahme

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Die Bürgerinitiative Frankenbahn befürwortet die Übernahme des angeschlagenen Bahnbetreibers Abellio durch das Land Baden-Württemberg. Es will für zwei Jahre auf den Abellio-Strecken einspringen.

Die landeseigene Südwestdeutsche Eisenbahngesellschaft (SWEG) soll das Unternehmen für die Zeit von insgesamt zwei Jahren übernehmen. Die grün-schwarze Landesregierung hat einem Rettungsplan für den Abellio-Bahnverkehr zugestimmt. So könne nun der Zugbetrieb weitergeführt werden, heißt es.

"Zugverkehr vorübergehend gesichert"

Die Bürgerinitiative Frankenbahn begrüßt die Entscheidung der Landesregierung. Der Sprecher der BI, Hans-Martin Sauter, sieht damit den Zugverkehr vorübergehend als gesichert an. Abellio bedient seit 2019 unter anderem die Frankenbahn zwischen Stuttgart und Heilbronn.

"Da war ein großes Fragezeichen, nachdem bekannt wurde, dass Abellio das nicht mehr weiter finanzieren kann. Wir begrüßen das auch aus dem Grund, weil Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) auf ein gutes und kräftiges landeseigenes Bahnunternehmen - die Südwestdeutsche Eisenbahn Gesellschaft -zurückgreift, die mit Sicherheit in der Lage ist, den Verkehr so wie wir das eigentlich erwartet haben, weiterhin durchzuführen."

Die landeseigene SWEG habe ein Kaufangebot für Abellio abgegeben, so das baden-württembergische Verkehrsministerium. In zwei Jahren sollen die betreffenden Regionalstrecken erneut im Wettbewerb ausgeschrieben werden. Vorgesehen ist, dass die Mitarbeiter von Abellio und die Infrastruktur übernommen werden.

Abellio in finanzieller Schieflage

Immer wieder hatte Abellio Probleme: Triebfahrzeuge wurden nicht rechtzeitig geliefert, was für hohe Kosten durch Ersatzfahrzeuge sorgte. Ebenso führten Baustellen zu Verspätungen und Zugausfällen.

Abellio betreibt gegenwärtig knapp 10 Prozent des Schienennahverkehrs in Baden-Württemberg und hat laut Ministerium rund 400 Mitarbeiter.

Stuttgart

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