Im Gerichtssaal Prozess Tennisfunktionär Lauffen Angeklagter, Verteidigerin und Richter (Foto: SWR)

Betrugsprozess am Landgericht Heilbronn Ex-Tennisfunktionär legt Geständnis ab

Im Betrugsprozess gegen einen früheren Tennisfunktionär aus Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) hat der Angeklagte am Donnerstagnachmittag ein Geständnis abgelegt.

Der 61-Jährige wolle nicht, dass die Opfer aussagen müssen, berichtete seine Anwältin am Donnerstagnachmittag. Weiter führte sie aus, dass ihr Mandant ganz klar bekannt habe: "Ich bin schuld, die anderen sind nicht schuld."

44 Geschädigte aufgelistet

Dem früheren Sportfunktionär wird gewerbsmäßiger Betrug in 82 Fällen vorgeworfen. Die Anklageschrift listet 44 Geschädigte auf, vor allem aus dem engeren und weiteren Bekanntenkreis. Er soll sie um 1,3 Millionen Euro gebracht haben.

Der Große Strafkammersaal im Heilbronner Landgericht. Blick auf die leere Richterbank (Foto: SWR, Anno Palumbo)
Im Heilbronner Landgericht Anno Palumbo

In den Jahren 2014 bis 2018 sammelte er laut Anklage Einzelbeträge zwischen 1.000 und 100.000 Euro ein. Das Geld wurde offenbar immer in bar übergeben, verbunden mit hohen Zinsversprechungen.

Geld wohl geliehen und nicht zurückgezahlt

Der Angeklagte war im Juli verhaftet worden, nachdem er im April nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe geflüchtet war. Die insgesamt 1,3 Millionen Euro hat er nach eigenen Angaben von Bekannten und Freunden jeweils in unterschiedlicher Höhe geliehen und vielfach nicht zurückgezahlt.

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