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Für den Neubau des Krankenhauses in Öhringen wurde am Donnerstag das Baugesuch offiziell der Stadtverwaltung übergeben. Ein Millionenprojekt, das zukunftsweisend sei, so die Bauherren.

Mit der Übergabe des Baugesuchs sei ein weiterer Meilenstein für das größte Bauprojekt, das der Hohenlohekreis je stemmen musste, gelegt, sagte Oberbürgermeister Thilo Michler dem SWR.

"Wir haben jahrelang gestritten in Hohenlohe - jetzt gibt es statt zwei Krankenhäuser nur eines, das neu gebaut wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 100 Millionen Euro - so etwas gab es in Öhringen bisher noch nicht."

Einreichung Baugesuch Hohenloher Krankenhaus (Foto: Pressestelle, Stadt Öhringen)
Das Baugesuch für das Hohenloher Krankenhaus - ein Millionenprojekt, das insgesamt 30 Ordner umfasst. Pressestelle Stadt Öhringen

Baustart im kommenden Frühjahr

Der Bauantrag umfasst im Übrigen 30 Ordner. Für die Prüfung des Antrags sind etwa sechs Monate angesetzt. Für gut 100 Millionen Euro soll ein neuer Gesundheitscampus entstehen, gut die Hälfte davon übernimmt das Land. Geplant ist der Baustart des 205-Betten-Hauses im kommenden Frühjahr. Es soll neben dem bisherigen Klinikgebäude an der Hindenburgstraße gebaut werden.

Insgesamt soll das neue Krankenhaus in Öhringen sechs Abteilungen haben: Der Schwerpunkt liegt auf der Basisversorgung, so Marc Reggentin, Regionalleiter der BBT-Gruppe, die die Mehrheitseigentümerin der Hohenloher Krankenhaus Gesellschaft ist. Entstehen soll ein Krankenhaus mit intelligenter Raumnutzung und kurzen Wegen, sagte er dem SWR.

"Das ist für uns das Flaggschiff. Es ist eine neue Klinik, die so viele Themen beinhaltet, die auch zukunftsweisend sind. Man hat auf kurze Wege geachtet, es gibt Patienten-Entertainmentsysteme oder auch möglichst helle Räume. In dieser Art, wie wir es jetzt hier umsetzen, gibt es das in Deutschland nicht sehr oft."

Marc Reggentin, Regionalleiter der BBT-Gruppe
Einreichung Baugesuch Hohenloher Krankenhaus (Foto: Pressestelle, Stadt Öhringen)
Jetzt muss der Bauantrag erst einmal geprüft werden. Pressestelle Stadt Öhringen

Moderne Entbindungsstation

Ein rechteckiger Kubus soll es werden, der sich um zwei Lichthöfe im Inneren gruppiert und sich über vier Stockwerke erstreckt. Geplant ist unter anderem eine moderne Entbindungsstation mit vier Kreißsälen. Außerdem wird es vier statt drei Operationssäle geben, auch die Intensivstation wird aufgerüstet und man berücksichtigt Erfahrungen, die man jetzt während der Corona-Pandemie gemacht hat.

"Das heißt: Wir haben einzelne Bereiche, die man nur durch eine Schleuse erreichen kann. Darüber hinaus können wir einzelne Stationen dazuschalten oder wegisolieren. Es gibt also auf jedem Stockwerk Isolationsmöglichkeiten, mehr als in jedem anderen Krankenhaus."

Marc Reggentin, Regionalleiter der BBT-Gruppe

Landrat Neth: "Optimale Lösung"

Auch der Hohenloher Landrat Matthias Neth, der bei der Übergabe des Baugesuchs mit dabei war, hält den Neubau für die optimale Lösung, um die künftige medizinische Versorgung der Menschen in Hohenlohe sicherzustellen. Wenn alles gutgeht, dann könnte im September 2024 die Einweihung gefeiert wird.

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