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Bauern aus dem Bereich der Unabhängigen Erzeugergemeinschaft in Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) steigen verstärkt in die Produktion von Desinfektionsmittel ein.

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Im Handel gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Desinfektionsmittel. Deshalb steigen jetzt auch Landwirte in die Produktion ein.

Möglich ist das, weil viele Bauern spezielle Anlagen für die Herstellung von Desinfektionsmitteln haben - dabei geht es zunächst um Tiergesundheit, um keimfreies Wasser für die Tränke oder bei Melkanlagen, aber auch um die landwirtschaftliche Produktion generell.

Bauern produzierten bisher für Eigenbedarf

Das Desinfektionsmittel wurde bisher für den Eigenbedarf aus Sole und Wasser durch Elektrolyse hergestellt. Das Mittel ist schnell wirkend - alle bekannten Bakterien und Viren werden innerhalb weniger Minuten durch Sauerstoff getötet - außerdem stellen die Geräte eine Lösung her, die gegen Keime im Wasser eingesetzt werden kann.

Nachfrage nach Desinfektionsanlagen stark gestiegen

Die Hofra-Gesellschaft, die mit der unabhängigen Erzeugergemeinschaft (UEG) im tauberfränkischen Niederstetten zusammenarbeitet, vertreibt solche Anlagen schon seit Jahren an Landwirte - angesichts knapper Desinfektionsmittel in Zeiten von Corona ist die Nachfrage sprunghaft angestiegen und zwar auch außerhalb der Landwirtschaft

"Die Kundschaft kommt aus den verschiedensten Bereichen: Es sind Speditionen, Vertriebsfirmen oder Kommunen. Aber auch Hersteller von Desinfektionsmitteln, denen der Alkohol ausgeht."

Jakob Lechner, Hofra GmbH in Niederstetten
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