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Der Bau eines großen Batteriespeichers bei Kupferzell ist ein Stück wahrscheinlicher geworden. Die Bundesnetzagentur hat laut Netzbetreiber TransnetBW jetzt den Bedarf bestätigt.

In Kupferzell (Hohenlohekreis) soll ein sogenannter Netzbooster gebaut werden. Das ist eine Art riesige Batterie, die bei Bedarf kurzfristig Strom ins Stromnetz einspeisen kann, wenn an anderer Stelle das Netz aufgrund einer Überlastung gedrosselt werden muss. So bleibt das System insgesamt stabil.

Weitere Verfahrenshürde genommen

Mit der Bestätigung des Projekts durch die Bundesnetzagentur geht das Projekt nun in das Verfahren zur Aufnahme in den Bundesbedarfsplan ein. Wenn das Genehmigungsverfahren weiter nach Plan verläuft, rechnet der Betreiber mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2025.

Bauteil für Energiewende

Die Technologie hat unter anderem den Vorteil, dass sich der zusätzliche Bau neuer Trassen für die Energiewende verringert. Die Größe des Boosters in Kupferzell wird laut Betreiber der einer ziemlich großen Speditionshalle entsprechen. Rund 250 Megawatt Leistung soll der Speicher zukünftig haben.

Im Bereich des Netzknotens Kupferzell sei das Übertragungsnetz schon heute hoch ausgelastet. Diese Belastung werde in den kommenden Jahren weiter steigen, so der Hohenloher Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten (CDU) in einer Mitteilung.

"Welche Vor- und Nachteile dieses Großprojekt von der Größe eines Möbelhauses für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kupferzell hätte, werden wir in den nächsten Monaten ausführlich diskutieren können."

Christian von Stetten, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe
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