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Im Heilbronner Neckarbogen kommt es immer wieder zu Beschwerden der Anwohner über Autolärm. Zwei Stadträtinnen wollen nun dagegen vorgehen. Stadt und Polizei kennen das Problem.

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In Heilbronn sind sogenannte „Poser“ schon lange Gesprächsthema. Dabei geht es um aufgemotzte Autos mit lauten Motoren, die langsam und ohne erkennbaren Grund durch die Stadt fahren, immer wieder Gas geben und den Motor aufheulen lassen. Zugespitzt hat sich der Ärger über diesen Lärm jetzt im Neckarbogen, um das ehemalige BUGA-Gelände. Die Anwohner haben sich schon mehrfach bei der Stadt beschwert, inzwischen gibt es sogar eine Anfrage zweier Stadträtinnen an den Gemeinderat, ob man hier nicht noch schärfer vorgehen könne. Jan Arnecke mit einem Überblick über die Situation:

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ATMO AUTO
Dieser Autolärm ist der Grund für den Unmut der Anwohner an der Theodor-Fischer-Straße auf dem ehemaligen BUGA-Gelände im Heilbronner Neckarbogen. Diese Aufnahme hat ein Anwohner vor Ort gemacht und der Stadträtin Marion Rathgeber-Roth von den freien Wählern zur Verfügung gestellt. Sie war vorletztes Wochenende vor Ort und hat sich ein Bild der Situation gemacht
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Das hat Sie und Stadträtin Tanja Sagasser-Beil von der SPD dazu veranlasst eine Anfrage an den Gemeinderat zu stellen, mit Lösungsvorschlägen für diese Situation. Denn die genannte Theodor-Fischer-Straße ist eigentlich eine Fahrradstraße, mit einem Anlieger frei Schild. Hier dürfte man also nur mit gutem Grund einfahren, die Einfahrt ist aber nicht auf die Anwohner beschränkt. Daher…
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Stadt und Polizei kennen die Beschwerden der Anwohner, bestätigt auch der Pressesprecher der Heilbronner Polizei Carsten Diemer. Aus Sicht der Polizei sei die Beurteilung der Situation vor Ort aber immer etwas schwierig.
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Das würde Marion Rathgeber-Roth sicherlich anders sehen. Doch, wie Carsten Diemer beschreibt: Sobald ein Streifenwagen vor Ort ist, verhalten sich auch die, die vielleicht gegen Regeln verstoßen haben ganz rechtskonform. Dieses Verhalten ist auch der Stadt bekannt. Trotzdem, so Pressesprecherin Suse Bucher-Pinell, kommen die meisten Beschwerden immer wieder aus dem Neckarbogen.
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Sowohl die Stadt als auch die Polizei weißen aber auch darauf hin, dass der Neckarbogen natürlich auch ein Naherholungsgebiet sei, öffentlicher Raum der jedem Bürger und jeder Bürgerin zur Erholung dienen solle.
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Das möchten natürlich auch Tanja Sagasser-Beil und Marion Rathgeber-Roth mit ihrer Anfrage bei der Stadt nicht infrage stellen. Ihnen geht es tatsächlich um den Autolärm, der ja ohnehin in Heilbronn ein bekanntes Problem sei. Bleibt also abzuwarten, was der Gemeinderat dazu zu sagen hat und ob sich vielleicht doch noch eine Lösung für die Anwohner, aber eben auch die Besucher des Neckarbogens findet.

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