Elektrifizierung Audi Neckarsulm (Foto: Pressestelle, AUDI AG)

VW-Konzern zieht weitere Konsequenzen

Audi stoppt Russland-Geschäfte wegen Ukraine-Krieg

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Als Tochter von VW hat auch Audi die Produktion von Fahrzeugen in Russland sowie die Auslieferung bis auf Weiteres eingestellt.

Auswirkungen auf das Werk Neckarsulm (Kreis Heilbronn) sind unklar. Der Volkswagen Konzern gibt sich in einem Statement am Donnerstag weiterhin betroffen. Darin heißt es: Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und wegen der daraus resultierenden Folgen habe "der Konzernvorstand […] entschieden, die Produktion von Fahrzeugen in Russland bis auf weiteres einzustellen." Diese Entscheidung gelte für die russischen Produktionsstandorte Kaluga und Nischni Nowgorod. Auch der Export von Fahrzeugen nach Russland werde mit sofortiger Wirkung gestoppt.

Auslieferungsstopp nach Russland

Das gilt auch für die weiteren Marken des Konzerns, bestätigt ein Sprecher von Audi dem SWR. Damit ziehe der Vorstand des Volkswagen-Konzerns "Konsequenzen aus der von starker Unsicherheit und den aktuellen Verwerfungen geprägten Gesamtsituation."Audi fertigt im russischen Kaluga das Modell Audi Q7 und Q8, so der Autobauer.

Ebenso sei sei die Auslieferung nach Russland eingestellt, schreibt VW in der Mitteilung am Donnerstag. Welche Folgen das für das Unternehmen hat, bleibt abzuwarten, so der Audi-Sprecher. Täglich gebe es neue Nachrichten zum Ukraine-Krieg, die Ereignisse in der Welt würden sich überschlagen. Der VW-Konzern hofft "weiterhin auf eine Einstellung der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zur Diplomatie".

Produktionsausfälle bei Audi

Auch die Folgen für Audi in Neckarsulm seien noch nicht abzuschätzen, so eine Werkssprecherin am Donnerstag. Hier gilt weiterhin, dass es in den nächsten Tagen zu Produktionsausfällen kommt. Laut der Sprecherin sind Lieferengpässe bei Halbleitern und anderen Baukomponenten Grund für die Ausfälle, die nach SWR-Informationen zum Teil auch von Zulieferern aus Fabriken in der Ukraine und aus Rumänien stammen. Deshalb ruht in Neckarsulm die Produktion bei den Modellen A6 und A7 ab Montag bis zum 18. März. Dies gilt auch für die Fertigung der Sportwagen e-tron GT und R8 im Werk von Audi Sport in Heilbronn. Auch das Audi-Werk in Ingolstadt ist teilweise betroffen.

Weitere Autobauer ziehen Konsequenzen aus Ukraine-Krieg

Auch andere Autobauer ziehen Konsequenzen wegen des anhaltenden Ukraine-Kriegs: Bei Porsche wurde der Bau von Autos im Werk Leipzig am Mittwochnachmittag ausgesetzt. Auch bei BMW kommt es zu Produktionsunterbrechungen wegen Lieferengpässen, wie das Unternehmen mitteilte - weil Teile aus der Ukraine fehlen. Und ebenso wie VW exportiert der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz nicht mehr nach Russland. Auch die Fertigung dort wird vorerst eingestellt.

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SWR