Die Autos der Formel-1-Weltmeisterschaft 2022 (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Hassan Ammar)

Nachhaltiger Rennsport als Voraussetzung

Audi und Porsche planen möglichen Einstieg in die Formel 1

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Audi und Porsche könnten bald in der Formel 1 mitmischen. Der Aufsichtsrat des VW-Konzerns hat dafür grünes Licht gegeben. Die Entscheidung könnte bei Audi schon im Herbst fallen.

Der VW-Konzern hat den Weg frei gemacht für einen Formel-1-Einstieg ab 2026. Die Entscheidung sei aber noch nicht endgültig gefallen. Man befinde sich in der finalen Phase der Bewertung, sagte Stefan Moser, Audi-Sprecher im Bereich Motorsport dem SWR. Ob Audi künftig in der Königsklasse des Motorsports mitmischt, hängt vom neuen Regelwerk des Automobil-Weltverbands Fia (Fédération Internationale de l'Automobile) ab.

Neues Reglement als Einstiegsvoraussetzung für Audi

Das Formel-1-Reglement ab 2026 liegt noch nicht vor. Es sieht aber weitreichende Änderungen für einen nachhaltigeren Sport vor und ist Voraussetzung für einen möglichen Einstieg von Audi, hieß es. Ab 2026 sollen die Motoren zu 50 Prozent elektrisch und mit nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Die Formel 1 will interessierten Herstellern mit diesem Regelkompromiss entgegenkommen.

Umstieg auf Hybrid-Motoren passt in die Strategie

Für die Audi AG, die auch ein Werk in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hat, passt die geplante Umstellung der Formel 1 auf Hybrid-Motoren in die Strategie, so Moser. "Wir waren die ersten, die im Langstreckenrennen von Le Mans mit einem Hybrid gewonnen haben." Audi war ebenfalls der erste deutsche Hersteller in der Formel E. Jetzt muss auch die Formel 1 nachziehen, fordert der Audi-Sprecher.

Duell zwischen Porsche und Audi

Neben Audi plant auch der VW-Tochterkonzern Porsche den Einstieg in die Königsklasse. Auf SWR-Nachfrage soll es keinen Konzernmotor geben. Somit würde es zum direkten Duell der Konzernschwestern kommen. Doch zunächst ist der Weltverband FIA am Zug. Ohne neues Reglement wird es auch keine Zusage der beiden Premiumhersteller geben.

Schon zuvor wurde Audi mit einer Übernahme der britischen Sportwagenmarke McLaren, die auch in der Formel 1 mit Mercedes als Motorenpartner vertreten ist, in Verbindung gebracht: "Das seien Gerüchte", heißt es von Audi. Porsche wird als möglicher Partner von Red Bull um den aktuellen Weltmeister Max Verstappen gehandelt.

Neckarsulm

Medien berichten über ein Angebot Hat Audi Interesse am Sportwagenhersteller McLaren und der Formel 1?

Der Autohersteller Audi mit Werk in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) soll nach einem Bericht der britischen Autozeitschrift "Autocar" kurz vor dem Kauf des Sportwagenherstellers McLaren stehen.  mehr...

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SWR