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Der Autobauer Audi gibt eine positive Prognose für das kommende Jahr. Die Vorstandsetage hofft auf eine Steigerung bei Absatz, Umsatz und Gewinn.

Neckarsulm (Kreis Heilbronn) ist bisher nach eigenen Angaben bei Audi der Schwerpunktstandort für Plug-in-Hybride mit den Modellen A6, A7 und A8. Seit kurzem wird auch der Sportwagen E-Tron GT im Werk von Audi-Sport im Heilbronner Industriegebiet Böllinger Höfe gebaut, er soll im Februar präsentiert werden. Mit dem Elekro-Flitzer gehe das stärkste Elektrofahrzeug der Marke in Serie, kein anderes Audi-Fahrzeug sei so schnell zur Serienreife gebracht worden; trotz Corona sogar termingerecht, so Audi Anfang Dezember.

Der Audi E-tron GT wird in den Böllinger Höfen am Standort Heilbronn gefertigt (Foto: Pressestelle, Audi AG)
Pressestelle Audi AG

Nichtsdestotrotz liegt hinter Audi kein leichtes Jahr: Im März trafen die Auwirkungen der Corona-Pandemie auch den Autobauer. Die Folge war ein Produktionsstillstand in allen Werken im In- und Ausland. Begründet wurde dieser auch mit der unsicheren Bauteileversorgung, zudem verschlechterte sich die Absatzlage.

Vorübergehende Kurzarbeit trifft Großteil der Audi-Belegschaft in Neckarsulm

Dem Corona-Lockdown im März folgte Kurzarbeit im April, mehrfach wurde sie verlängert. Gleichzeitig wurden Corona-Regeln eingeführt: Plexiglasscheiben, Abstandsregeln und Mundschutz sollten das Arbeiten sicherer machen. Den höchsten Stand an Mitarbeitern in Kurzarbeit hatte Audi in Neckarsulm Ende April mit rund 11.000 Menschen. Das entspricht rund 66 Prozent der Belegschaft. Ende Juli waren es nur noch rund 900 Mitarbeiter - etwa 6 Prozent der Belegschaft.

Dennoch gibt sich der Autobauer zuversichtlich: Zwar sind die durchschnittlichen Produktionszahlen der deutschen Werke wie in Neckarsulm noch immer geringer als in vielen Jahren zuvor, dennoch zogen nach dem Absatzrückgang die Bestellungen auch für Neckarsulmer Modelle wieder an.

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