Audi-Betriebsversammlung (Foto: Pressestelle, AUDI AG, Betriebsrat)

Zukunft der E-Mobilität am Standort

Audi-Betriebsrat fordert elektrische Modelle für Neckarsulm

STAND

Bei einer Betriebsversammlung unter freiem Himmel haben die Audi-Betriebsräte in Neckarsulm elektrische Modelle für den Standort gefordert.

Abstand und Maske waren bei den Open-Air-Versammlungen in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) Pflicht. Rund 3.300 Mitarbeitende waren bei den Versammlungen mit dabei. Immerhin, lange Zeit habe es Corona-bedingt keine Betriebsversammlung gegeben, heißt es. Nun sei die Chance da.

Abkehr vom Verbrennermotor werden Fragen auf

Dementsprechend deutlich waren die Worte, die der Audi-Chef von den Neckarsulmer Betriebsräten zu hören bekam. Schließlich war Audi-Chef Markus Duesmann am Donnerstag auch vor Ort. Die Abkehr vom Verbrennermotor wirft viele Fragen auf, so der Betriebsratsvorsitzende Rolf Klotz. Es sei allerhöchste Zeit, dem Audi-Vorstand die Ängste und Sorgen, die die Neckarsulmer Belegschaft habe, aufzuzeigen.

"2019 hat der Audi-Vorstand das Werk Neckarsulm mittelfristig zum Verbrennerstandort erklärt, um 2021 dann zu verkünden, dass 2026 das letzte Modell mit Verbrennungsmotor anlaufen solle. Das wirft bei uns viele Fragen auf."

Der Vorstand muss zeitnah darlegen, welche E-Fahrzeuge am Ende der 2020er Jahre im Neckarsulmer Werk gefertigt werden sollen, so die Forderung der Betriebsräte. Denn gerade jetzt nach der Bundestagswahl, sagt Klotz, bekommt wahrscheinlich auch die Automobil-Industrie in Sachen Klimaschutz und CO2-Emissionen Druck von Seiten der Politik.

Audi-Chef Duesmann: "Neckarsulm hat Weichen gestellt"

Audi-Chef Duesmann teilte mit, "Neckarsulm hat bereits heute die besten Perspektiven und die richtigen Weichen gestellt", heißt es in einer Mitteilung. Im Sommer habe man eine klare Entscheidung für die E-Mobilität getroffen, das gebe jetzt ausreichend Zeit, den Wandel geordnet zu gestalten und die Beschäftigten auf diesem Weg mitzunehmen.

Mit der Ambition, im Jahr 2030 drei Millionen Audis zu verkaufen, so Duesmann, verfolgt das Unternehmen einen klaren Wachstumskurs, der das Produktionsvolumen der Werke langfristig sicherstellt. Auch die nächste Generation der A4-/A5- und der A6-/A7-Familie werde in den kommenden Jahren eine stabile Auslastung für den Standort bringen.

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