E-Auto als Zukunftsperspektive (Foto: SWR)

Hauptversammlung in Neckarsulm E-Autos als Zukunftsperspektive für Audi

Audi will in Zukunft mehr rein elektrisch betriebene Fahrzeuge an den Start bringen. Damit werde die Elektromobilität stärker ausgebaut, als bisher geplant, hieß es zum Auftakt der Audi Hauptversammlung am Donnerstag in Neckarsulm.

Dauer

Insgesamt soll es bei Audi bis zum Jahr 2025 mehr als 30 Modelle mit Elektroantrieb geben. Sie sollen dann 40 Prozent des weltweiten Absatzes ausmachen. Außerdem sollen bis dahin alle Produktionsstandorte CO2-neutral arbeiten. Zudem kündigte Audi-Chef Bram Schot an, dass der Sportwagen Audi TT keinen Nachfolger bekomme. Auch den Audi R8 mit Verbrennungsmotor stellte Schot infrage. Mitarbeiter produzieren die R8-Modelle in der Heilbronner Manufaktur mit einem hohen Anteil an Handarbeit.

Audi in Neckarsulm (Foto: SWR)
Audi-Hauptversammlung in Neckarsulm (Symbolbild)

Dieselskandal bescherte sinkende Absatzzahlen

Der Dieselskandal und fehlende Modellzulassungen nach neuen EU-Abgas-Vorschriften haben Audi im vergangenen und im laufenden Jahr sinkende Absatzzahlen beschert. Das erwähnte der Audi-Chef auch in seiner Rede in Neckarsulm. 2019 sei ein anspruchsvolles Übergangsjahr - zunächst mit einem Absatzrückgang aber jetzt mit vollen Auftragsbüchern. In den deutschen Audi-Werken Ingolstadt und Neckarsulm (Kreis Heilbronn) ist derzeit eine Vollauslastung nicht in Sicht und wohl auch nicht schnell zu erreichen. Zur Weiterentwicklung in den Werken sei man noch in Gesprächen. Dennoch sollen allein in diesem Jahr weitere elektrifizierte Modelle auf den Markt kommen, 2020 soll es ein E-Sportwagen aus der Audi-Manufaktur Heilbronn sein.

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Inwieweit das Werk Neckarsulm bei den E-Modellen ansonsten eine Rolle spielen wird, blieb am Donnerstag offen. Nur beim Oberklassemodell A8 aus Neckarsulm hieß es: Die nächste Generation könnte ausschließlich elektrisch fahren.

Neckarsulmer hoffen auf Elektromodell

Der Betriebsrat fordert die Elektrifizierung für das Werk Neckarsulm vehement, eine Zusage aber gab es auch bei der Hauptversammlung nicht. Um profitabler zu werden, hatte Vorstandschef Bram Schot bereits in den vergangenen Monaten angekündigt, Stellen zu streichen, das mittlere Management zu verschlanken und die Zahl der Modell- und Motorvarianten zu senken.

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