Gedenkstunde für Atombombenopfer am Heilbronner Bollwerksturm (Foto: Alfred Huber/Heilbronner Friedensrat)

Abwürfe von Hiroshima und Nagasaki jähren sich zum 77. Mal

40 Menschen in Heilbronn erinnern an Atombomben-Tote

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In Heilbronn haben am Samstagabend rund 40 Menschen der Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 gedacht. Die Organisatoren fordern weitere Abrüstung.

Die Friedensaktivistinnen und -aktivisten stellten am Bollwerksturm Kerzen auf, es gab eine Lesung und Musik. Organisator Alfred Huber vom Heilbronner Friedensrat ist mit der Gedenkstunde zufrieden - wenn er auch glaubt, dass angesichts der atomaren Bedrohung im Hinblick auf den Ukraine-Krieg eigentlich deutlich mehr Menschen hätten kommen müssen.

"Alle Atombomben müssen verschrottet werden"

"Vielleicht wollen die Menschen durch die vielen schlechten Nachrichten, die gerade auf uns einprasseln, aber auch nicht mit noch mehr Schrecklichem konfrontiert werden", spekuliert Huber. Angesichts der möglichen Stationierung von neuen Atombomben und atombombentauglichen Langstreckenflugzeugen in Deutschland hat er eine klare Botschaft.

"Wir werden immer wieder darauf drängen, dass die Atombomben von Übel sind und dass sie geächtet und verschrottet gehören, wie in Heilbronn vor 30 Jahren die Pershing-Raketen verschrottet wurden."

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SWR