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Die Gesellschafter der neuen Stadtwerke Öhringen hoffen, dass die Stadtwerke Anfang Mai an den Start gehen können. Noch fehlen die Genehmigungen und auch der Notartermin steht noch aus.

Erstes Produkt der neuen Stadtwerke Öhringen (Hohenlohekreis) soll die Nahwärme sein. Dazu werden nach und nach bestehende Projekte, wie das Neubaugebiet Limespark und das Blockheizkraftwerk der Stadt, vernetzt. Oberbürgermeister Thilo Michler (parteilos) hofft, dass auch das neue Krankenhaus in Öhringen und verschiedene Schulen zu Kunden werden.

Gesellschafter der neuen Stadtwerke sind die Stadt Öhringen und die Stadtwerke Schwäbisch Hall. Stammkapital sind fünf Millionen Euro. Arbeiten sollen die ersten Mitarbeiter im alten Bahnhof, den die Stadt gekauft hatte.

Michler: "Meilenstein für die Stadt"

Der Gemeinderat hatte Anfang der Woche die Gründung beschlossen. Oberbürgermeister Michler bezeichnete den Beschluss als historisch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimawandel.

"Wir wollen nicht das Öl oder Gas von irgendwelchen Scheichs, überspitzt gesagt. Wir haben jetzt die Chance erkannt, dass jeder in den nächsten Jahren eine ganz tolle Nahwärme-Versorgung haben kann - das heißt, seine Energie aus Öhringen bekommt. Das ist unser großes Ziel."

Thilo Michler, OB in Öhringen

Kunden werden es an Baustellen und Flyern merken

Dass es neue Stadtwerke gibt, werden die Öhringer als erstes durch Baustellen merken, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, Gebhard Gentner, dem SWR. Auch werde der Vertrieb mit Flyern, Werbung und Ständen auf dem Markt auf die neuen Möglichkeiten hinweisen.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall verkaufen ihr Know-How bei Gründungen bundesweit. Mit der Kooperation in Öhringen, hoffen sie, auch in der Region Heilbronn-Franken noch mehr Kunden gewinnen zu können.

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