Der Angeklagte sitzt neben seinem Verteidiger im Verhandlungssaal des Landgerichts. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Armin Weigel)

Prozess in Regensburg

Heilbronner Kurierfahrer soll Frau mit Sex-Videos erpresst haben

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Ein Heilbronner Kurierfahrer steht seit Montag in Regensburg vor Gericht, weil er eine Frau mit Sex-Videos erpresst haben soll.

Über seinen Anwalt gab der 32-jährige Angeklagte zu Prozessbeginn zu, der Frau gedroht zu haben, Videos an deren Familie zu schicken. Die Gelder habe er aber freiwillig von ihr bekommen, um damit ein Transportunternehmen zu gründen.

Die beiden hatten sich 2017 in einem Hotel kennengelernt, in der die verheiratete Frau als Geschäftsführerin tätig war. Es gab eine Affäre. Laut Anklage ging es bei den Erpressungen um eine Gesamtsumme von rund 56.000 Euro.

Drohungen gegen Mutter und Kinder

Bei den Geldübergaben soll der Mann der Frau teilweise mit dem Tod gedroht haben. Auch geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann drohte, den Kindern der Frau etwas anzutun. In einem Fall im April 2019 soll der Angeklagte dem Opfer eine Pistole an die Schläfe gehalten haben.

Im Laufe des Verfahrens werden zwischen zehn und 20 Zeugen gehört werden, sagte Gerichtssprecher Thomas Polnik dem SWR-Studio Heilbronn.

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