Der brennende Baustellenzug war führerlos gerollt und wurde dann kontrolliert entgleist (Foto: SWR)

Menschen sind nicht verletzt

Öhringen: Brennender Baustellenzug führerlos gerollt

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Am Bahnhof Öhringen (Hohenlohekreis) hat am Mittwochmittag ein Baustellenzug gebrannt. Der Bahnverkehr ist unterbrochen.

Laut Björn Wasenko, Notfallmanager der Deutschen Bahn AG, hat ein selbstfahrender Baustellenzug, der für den Gleisbau eingesetzt wurde, im Bereich Waldenburg (Hohenlohekreis) angefangen zu brennen. Dort hatten sich wohl die Bremsen gelöst, sodass das Fahrzeug dann im brennenden Zustand führerlos zurück in den Bahnhof gerollt ist. Bauarbeiter hatten den brennenden Anhänger noch vom restlichen Bauzug abgekoppelt.

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Kontrollierte Entgleisung

Im Bahnhof Öhringen ließen Bahnmitarbeiter den Zug dann kontrolliert entgleisen, um ihn zu stoppen, berichtet Wasenko.

"Wir haben hier ein Rangier-Gleis, da ist eine Gleis-Sperre verbaut. Die Gleis-Sperre ist geschlossen und wenn eine Lok oder ein Zug drüber fährt, entgleist er automantisch."

Einsatz für Feuerwehr "nicht alltäglich"

Die Brandursache sei bislang völlig unklar, heißt es. Die Feuerwehr ist mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort, berichtet Torsten Rönisch, Kreisbrandmeister des Hohenlohekreises. Auch für ihn: eine nicht alltägliche Lage.

Die Feuerwehr musste wegen des Diesels Schaummittel aufbringen, um den Brand zu bekämpfen. Auch Grünstreifen, die im Streckenverlauf in Brand geraten sind, mussten gelöscht werden.

Keine Personen betroffen

Auf der Maschine befanden sich keine Personen. Wegen der massiven Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Aus jetziger Sicht seien keine giftigen Gase ausgetreten, heißt es von der Feuerwehr vor Ort.

Bahnverkehr in Öhringen komplett gesperrt

Der Zugverkehr im Bereich des Öhringer Bahnhofs ist aktuell bis auf Weiteres unterbrochen, Passagiere werden mit Bussen weiterbefördert. Bis die Bahnen Richtung Crailsheim wieder fahren können, wird es noch dauern, heißt es. Zwischen Öhringen und Heilbronn werde es laut Deutscher Bahn einen Notbetrieb geben.

Bahnpolizei übernimmt Einsatzstelle

Nun übernimmt die Bahnpolizei die Einsatzstelle und wird gemeinsam mit der Deutschen Bahn die Bergung planen und durchführen, heißt es vor Ort. Es kommen noch Experten von der Bundesstelle für Eisenbahnunfall-Untersuchung - solange kann der Zug nicht geborgen werden, heißt es.

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SWR